Kaum öffnen sich die Tore des Prinzenbads, beginnt draußen das nächste Chaos. Nicht nur die Hitze macht den Badegästen zu schaffen, sondern auch die Situation vor den Toren. Hunderte Fahrräder und E-Roller säumen den Gehweg, Badegäste strömen in Scharen über die Straße und mittendrin kämpfen Autos und Busse um jeden Meter. Ausgerechnet vor einem der beliebtesten Freibäder Berlins sorgt eine neue Verkehrsführung derzeit für reichlich Verwirrung.
Baustelle und Fahrräder blockieren den Verkehr
Wer derzeit am Prinzenbad in Kreuzberg vorbeifährt, muss besonders aufmerksam sein. Direkt hinter der viel befahrenen Kreuzung Gitschiner Straße wird der Verkehr plötzlich i der Prinzenstraße ausgebremst. Ein Tempo-30-Schild und Schilder zur Fahrbahnverengung tauchen auf. Eine klassische Baustelle sucht man allerdings vergeblich. Statt Baggern oder Bauarbeitern gibt es lediglich Absperrungen und eine deutlich schmalere Fahrbahn.

Gerade in den Nachmittags- und Abendstunden verschärft sich die Situation. Vor dem Freibad stehen Hunderte Fahrräder und E-Roller, viele Familien verlassen gleichzeitig das Gelände. Kinder laufen zwischen parkenden Autos hindurch, andere überqueren spontan die Straße. Gleichzeitig halten Autos an, um Badegäste ein- oder aussteigen zu lassen. Das sorgt immer wieder für stockenden Verkehr und Gefahr.
BVG-Bus könnte Fahrräder vorm Prinzenbad rammen
Besonders kritisch ist die Situation für den BVG-Bus der Linie 140. Durch die verengte Fahrbahn bleibt dem Bus teilweise nur wenig Platz. Je nach Gegenverkehr könnte das Fahrzeug sogar über die Fahrbahnmarkierung hinausragen. Weil die Verengung nur wenige Meter hinter der Kreuzung beginnt, müssen Autofahrer innerhalb kürzester Zeit reagieren und Fahrräder könnten angefahren werden.
Hinzu kommt: Wer sich vor allem auf die ungewohnte Verkehrsführung konzentriert, könnte leicht Fußgänger übersehen. Gerade Kinder, die aus dem Freibad kommen und unvorhersehbar die Straße betreten, stellen in der unübersichtlichen Situation ein zusätzliches Risiko dar.
Aber warum wurde die Verkehrsführung überhaupt geändert?` Eine sichtbare Baustelle am Kreuzberger Freibad gibt es derzeit nicht. Möglich ist, dass die Maßnahmen der Verkehrsberuhigung dienen sollen. Eine offizielle Erklärung dazu liegt bislang jedoch nicht vor.



