Wenn das Thermometer klettert, gibt es für viele Berliner nur ein Ziel. Rein ins kühle Nass. Doch ausgerechnet jetzt, wo 30 bis 34 Grad drohen, lässt das wohl berühmteste Freibad der Stadt seine Fans im Stich. Das Prinzenbad in Kreuzberg bleibt auch an diesem Dienstag erst einmal geschlossen. Schuld ist ein Schwelbrand in der Technik.
Das Chaos begann schon am Montag
Angefangen hatte das Drama schon am Montagmorgen. Kurz nach der Öffnung um 7 Uhr musste das Bad wegen eines Kabelbrands in der Hauptsicherung wieder geräumt werden, betroffen war vor allem die Wasseraufbereitung. Gegen 9 Uhr hieß es für die Badegäste: Raus aus dem Wasser. Erst am frühen Nachmittag, gegen 14 Uhr, ging es weiter, allerdings nur eingeschränkt. Weil die Anlage zunächst nur provisorisch repariert war, durften nur 1.600 Menschen gleichzeitig aufs Gelände.
Und auch am Dienstag ist noch nicht alles ausgestanden. Wie der rbb berichtet, muss im Schaltschrank für die Wasseraufbereitung ein durchgeschmortes Bauteil ersetzt werden. Deshalb bleibt das Prinzenbad am Vormittag erneut dicht. Gegen Mittag soll es dann aber wieder regulär öffnen.

Wer aufs nahe Columbiabad in Neukölln ausweichen will, hat ebenfalls Pech. Das Bad ist weiter geschlossen, und hier liegt es nicht an einem Brand, sondern an einer Panne bei der Beschaffung. Ein fehlerhafter Bestellprozess bei der Aktivkohle für die Wasserfilter der beiden großen Becken sorgte für Verzögerungen. Eigentlich hätte das Bad schon am 18. Juni öffnen sollen, jetzt peilen die Betreiber den 3. Juli an.
Für wen die Hitze gefährlich wird
Die Abkühlung ist für viele dringend nötig, denn die kommenden Tage werden heiß. Für Berlin und Brandenburg sind zur Wochenmitte 30 bis 34 Grad möglich. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor allem für ältere Menschen ab 65 Jahren, für Vorerkrankte sowie Säuglinge und Kleinkinder. In dicht bebauten Vierteln steigt die Belastung zusätzlich, weil es dort nachts kaum abkühlt.


