Tragödie auf Atlantik-Regatta

Berliner Segler tödlich verunglückt

Schock auf dem Atlantik! Ein Berliner Segler verliert während der Regatta sein Leben. Die „Walross 4“-Crew kämpft weiter.

Author - Sharone Treskow
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Die „Walross 4“ nimmt an einer Atlantik-Regatta teil. Ein Crew-Mitglied aus Berlin ist tödlich verunglückt.
Die „Walross 4“ nimmt an einer Atlantik-Regatta teil. Ein Crew-Mitglied aus Berlin ist tödlich verunglückt.Akademischer Segelverein Berlin (ASV)

Der Akademische Segler-Verein Berlin und die ganze Seglerszene sind in tiefer Trauer: Ein Mitglied einer anspruchsvollen Atlantik-Regatta ist auf offener See gestorben.

Die Berliner Segler-Szene trauert

Ein tragischer Unfall hat eine Berliner Segelcrew mitten auf dem Atlantik erschüttert. Während einer Transatlantik-Regatta kam ein Crewmitglied der deutschen Segeljacht „Walross 4“ ums Leben – tausende Kilometer von jeder Küste entfernt.

Die Jacht des Akademischen Segler-Vereins (ASV) Berlin befand sich rund 2800 Kilometer vom Festland entfernt, als sich das Unglück auf dem Weg von Lanzarote nach Antigua ereignete.

Die Regatta gilt als anspruchsvoll, und die Bedingungen auf offener See sind oft unberechenbar. Dass ein Berliner Team so fernab der Heimat in eine Katastrophe gerät, macht die Nachricht umso schwerer.

ASV Berlin äußert sich

Der ASV (Sitz in Berlin-Spandau) veröffentlichte am Dienstag ein bewegendes Statement: „Wir sind zutiefst erschüttert und trauern mit den Angehörigen.“ Laut Verein wurde das betroffene Crewmitglied nach dem Unfall an Bord im Rahmen einer koordinierten Rettungsaktion auf ein nahe gelegenes Handelsschiff übergeben – doch trotz aller Bemühungen starb die Person später.

Die traditionsreiche Regatta war am 11. Januar auf Lanzarote gestartet und führt über tausende Seemeilen bis nach Antigua in der Karibik. Die „Walross 4“, gesteuert vom erfahrenen deutschen Skipper Matthias Kahnt und einer studentischen Crew von Berlinern, war eines der teilnehmenden Boote.

Über das genaue Unfallgeschehen äußerte sich der Verein nicht, auch die Identität des Verunglückten wurde bisher nicht bekannt gegeben.

Kollegen des Verstorbenen müssen weitermachen

Nach Angaben des ASV Berlin wird die übrige Besatzung der „Walross 4“ auf dem Weg nach Antigua professionell betreut. Inmitten von Trauer, Stress und Unsicherheit soll den jungen Seglerinnen und Seglern so gut wie möglich geholfen werden.

Die Weiterfahrt über den Atlantik ist ohnehin anstrengend, doch unter diesen Umständen wird sie für das Team zu einer schweren seelischen Belastungsprobe. Die Regatta-Verantwortlichen stehen in engem Austausch mit den deutschen Betreuern, um das Beste für das Team zu gewährleisten.

Viele Berliner kennen die „Walross“-Boote.
Viele Berliner kennen die „Walross“-Boote.Akademischer Segelverein Berlin (ASV)

Der ASV Berlin gehört zu den ältesten und renommiertesten Segelvereinen der Hauptstadt. Entsprechend groß ist jetzt die Anteilnahme in Berlins Wassersport-Community. Viele kennen die „Walross“-Boote, die regelmäßig an internationalen Regatten teilnehmen und seit Jahrzehnten für die Ausbildung junger Seglerinnen und Segler stehen.

Veranstalter der Regatta schockiert

Auch der Royal Ocean Racing Club (RORC), Veranstalter der Transatlantik-Regatta, hat in einem offiziellen Statement seine Anteilnahme ausgedrückt. RORC-Kommodore Deb Fish sagt: „Im Namen des Royal Ocean Racing Club spreche ich der Familie, den Freunden und Angehörigen des Besatzungsmitglieds unser tiefstes Beileid aus.“

„Unsere Gedanken sind in dieser äußerst schwierigen Zeit auch bei der Besatzung der Jacht. Wir möchten allen, die an der Notfallmaßnahme beteiligt waren, für ihre Professionalität danken.“