Müll-Problem in der Hauptstadt

Berliner Raucher aufgepasst! Jetzt drohen 3000 Euro Strafe

Berlin geht gegen Zigarettenmüll vor: Bei einer Schwerpunktwoche nehmen Ordnungsämter Kippen-Werfer ins Visier. Es drohen heftige Bußgelder.

Author - Sebastian Karkos
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So nicht! Ein Raucher lässt einen Zigarettenstummel fallen.
So nicht! Ein Raucher lässt einen Zigarettenstummel fallen.Seeliger/snapshot-photography/IMAGO

Weggeschnippst, plattgetreten und einfach liegen gelassen! In Berlin landen täglich tausende Kippen achtlos auf der Straße. Doch jetzt sagt die Hauptstadt den Zigarettenresten und den Sündern den Kampf an! Es drohen Strafen von bis zu 3000 Euro.

Schwerpunktwoche gegen Kippen – Kontrollen auch in Zivil

Vom 29. Juni bis 5. Juli 2026 steigt eine berlinweite Schwerpunktwoche der Ordnungsämter, die sich gezielt gegen das unsachgemäße Entsorgen von Zigarettenkippen im öffentlichen Raum richtet. Wie zum Beispiel das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg bekannt gibt, werden Einsatzkräfte der Ordnungsämter in den nächsten Tagen sowohl in Uniform als auch in Zivil an besonders stark verschmutzten Orten unterwegs sein und Kontrollen durchführen.

Seit November 2025 gelten in Berlin höhere Bußgelder für das illegale Ablagern von Müll. Wie teuer wird es? Sehr teuer! Wer seine Kippen einfach auf den Boden wirft, muss mit einem Bußgeld von 250 bis zu 3.000 Euro rechnen. Ziel der Aktion ist es, so der Bezirk, „das Bewusstsein zu schärfen und nachhaltige Veränderungen zu bewirken“.

Ein großer Haufen weggeworfener Zigarettenkippen sieht nicht gerade schön aus.
Ein großer Haufen weggeworfener Zigarettenkippen sieht nicht gerade schön aus.Guido Schiefer/IMAGO

Senat und Bezirke hatten sich bereits Ende 2024 auf strengere Maßnahmen gegen Müll geeinigt: Kontrollen wurden ausgeweitet und  Verstöße konsequent verfolgt. Dafür gab es mehr Personal, zusätzliche Schulungen und eine zentrale Koordinierungsstelle in Mitte. Die Maßnahmen werden regelmäßig überprüft – und die Vereinbarung bis 2027 verlängert.

Warum das Ganze? Berlin soll schlichtweg sauberer werden. Das Ziel laut Senat: „Saubere Straßen, Parks und Plätze tragen dazu bei, dass sich Menschen in Berlin wohlfühlen und den öffentlichen Raum gerne nutzen. Deshalb setzen sich Senat und Bezirke gemeinsam dafür ein, die Sauberkeit in der Stadt weiter zu verbessern, und haben darüber eine Zielvereinbarung geschlossen.“ Nun geht es rücksichtslosen Rauchern an den Kragen.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Sind die Maßnahmen der Ordnungsämter gegen Raucher gerechtfertigt? Was haben Sie für Erfahrungen mit rücksichtslosen Rauchern gemacht? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com