Seit März wird gebuddelt

Dauer-Baustelle in Lichtenberg: „Wir Anwohner sind nur noch verzweifelt“

Die Schlichtallee ist nach dem Wasserrohrbruch im Frühjahr immer noch gesperrt. Autofahrer müssen sich weiterhin gedulden. Ist die Freigabe jetzt in Sicht?

Author - Sebastian Karkos
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Seit zwölf Wochen ist an dieser Stelle der Schlichtallee kein Durchkommen mehr.
Seit zwölf Wochen ist an dieser Stelle der Schlichtallee kein Durchkommen mehr.Sebastian Karkos

Berlin und seine Baustellen. Lichtenberg und die Schlichtallee. Am 21.  März 2026 ereignete sich dort ein Wasserrohrbruch. Seitdem geht in beide Richtungen nichts mehr. Seit drei Monaten wird dort gebuddelt. Weil das Grundwasser Probleme machte, musste der Wiedereröffnungstermin immer wieder nach hinten verschoben werden. Schlechte Nachrichten: Mit dem Juni wird es nichts.

Sind die Arbeiten am 2. Juli wirklich abgeschlossen?

Wie die Berliner Wasserbetriebe auf Anfrage mitteilen, sind die Rohrarbeiten abgeschlossen. Aber: Das Straßen- und Grünflächenamt Lichtenberg hat im Zuge des Wasserrohrbruchs Straßen- und Wegearbeiten durchgeführt, die „spätestens zum 2. Juli abgeschlossen“ sein sollen, so die Wasserbetriebe.

Beim KURIER haben sich einige Leser zum Thema Schlichtallee gemeldet. Einer schreibt: „Wir Anwohner sind nur noch verzweifelt.“

Denn die Straße ist für den motorisierten Verkehr die Hauptverbindung zwischen Lichtenberg und der Rummelsburger Bucht. Weil diese seit zwölf Wochen gesperrt ist, staut sich der Umfahrungsverkehr rund ums Ostkreuz, sowohl auf der Hauptstraße als auch in der Nöldnerstraße. Betroffen ist dadurch weiterhin der BVG‑Busverkehr (Linien 194 und 240). Positiv: Wenigstens Fußgänger und Radfahrer haben keine Probleme. Sie können sich in beide Richtungen problemlos bewegen.

Hier platzte im März das Rohr, nun muss die Straße noch asphaltiert werden,
Hier platzte im März das Rohr, nun muss die Straße noch asphaltiert werden,Sebastian Karkos

Ein Leser: „Ich brauche normalerweise 35 Minuten vom Hauseingang bis zur Arbeitsstelle, nun 1,5 Stunden.“ Ein anderer schreibt: „Seit über gefühlten 50 Jahren ist die Schlichtallee ein Problem.“

Die Schlichtallee gilt als Achillesferse im Lichtenberger Verkehr. Bei Starkregen kommt es dort regelmäßig zu Unterspülungen im Bereich der Bahnunterführung, sodass die Straße immer wieder komplett gesperrt werden muss. Deswegen sollte die Schlichtallee 2026/27 umfassend umgestaltet werden – inklusive Neubau von Gehwegen und beidseitigen Radwegen. Derzeit ruhen die Pläne.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Gehören Sie auch zu denen, die an der Schlichtallee verzweifeln? Bitte schreiben Sie uns:leser-bk@berlinerverlag.com