Berlin droht heute am Donnerstag, 19. März, Verkehrschaos. Ausgerechnet ein Autokorso sorgt für massive Einschränkungen auf den Straßen der Hauptstadt. Die Wut richtet sich gegen die geplante umstrittene Fahrschul-Reform.
Strecke führt über die Straße des 17. Juni
Statt stehender Blechlawinen sind es diesmal rollende Proteste, die den Verkehr ausbremsen. Ab 11 Uhr setzt sich am Olympischen Platz in Westend ein Autokorso in Bewegung, der quer durch die Stadt führt. Nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) werden mehrere hundert Teilnehmer erwartet.
Vom Olympischen Platz rollt der Protest-Korso über Olympische Straße und Reichsstraße zum Theodor-Heuss-Platz, weiter über Kaiserdamm und Bismarckstraße zum Ernst-Reuter-Platz. Anschließend führt die Strecke über die Straße des 17. Juni, den Großen Stern bis hin zum Brandenburger Tor. Dort soll die Protestfahrt laut Polizei gegen 15 Uhr enden.

Hintergrund der Aktion ist die geplante Reform der Fahrschulausbildung, die in der Branche für erheblichen Unmut sorgt. Fahrausbilder laufen Sturm gegen die Pläne aus dem Bundesverkehrsministerium. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) will die Ausbildung zum Führerschein günstiger machen.
Online-Unterricht für Fahrschüler geplant
In den vergangenen Jahren waren die Kosten für Unterricht sowie theoretische und praktische Prüfungen deutlich gestiegen. Ziel der Reform ist es, die individuelle Mobilität zu stärken – insbesondere in ländlichen Regionen.
Dafür stehen mehrere Änderungen im Raum: Künftig könnte theoretisches Wissen verstärkt online vermittelt oder eigenständig erarbeitet werden. Auch eine Reduzierung des Fragenkatalogs wird diskutiert.


