Noch 2025 galt Berlin im Deutschland-Vergleich als relativ harmlos, wenn es um das Feinstaubproblem ging. Doch ab diesem Jahr herrscht dicke Luft in der Hauptstadt. Schon nach wenigen Wochen ist die Luftqualität dramatisch abgestürzt. Fünf Berliner Straßen zählen zu den Feinstaubmeistern Deutschlands.
Feinstaubbelastung in Berlins Straßen erzielt Rekordwerte
Eine neue Auswertung der Daten des Umweltbundesamtes durch Coway Europe fand außergewöhnlich viele Überschreitungen des EU-Tagesgrenzwertes gerade in Berliner Straßen. Vor allem die Messstation an der Silbersteinstraße in Neukölln sorgte für Alarmstufe Rot. Schon zwischen Januar und Mitte März wurden hier 22 Grenzwertüberschreitungen gemessen. Zum Vergleich: Der traurige Spitzenreiter von 2025, die Gladbecker Straße in Essen, kam im gesamten Jahr nur auf 21 Tage. Die Silbersteinstraße knackte diesen Wert in gerade mal zweieinhalb Monaten.
Aber die Silbersteinstraße ist nicht die einzige Straße in Berlin mit bedenklichen Feinstaubwerten. Bundesweit auf Platz zwei schaffte es der Mariendorfer Damm mit 18 Überschreitungstagen, die Leipziger Straße ist auf Platz drei mit 17 Überschreitungstagen. Den vierten Platz bundesweit belegt ausnahmsweise keine Berliner Straße, aber auf Platz fünf geht es weiter mit der Frankfurter Allee, die den EU-Tagesgrenzwert an 16 Tagen überschritt. Die Karl-Marx-Straße schaffte es an 14 Tagen über den Grenzwert.

Damit liegen gleich mehrere Berliner Straßen bundesweit an der Spitze mit der schmutzigsten Luft Deutschlands. Kleiner Hoffnungsschimmer: In ruhigeren Gegenden wie Grunewald, Buch oder Friedrichshagen ist die Luft deutlich besser – dort gab es bisher nur ein bis zwei Überschreitungen.


