Vorsicht!

Ost-Bademeister warnt: Dieser Hitze-Fehler am See kann für alle tödlich enden

Die DLRG warnt vor einem gefährlichen Badefehler bei Hitze. Warum der Sprung ins kalte Wasser lebensgefährlich werden kann und worauf Badegäste achten sollten.

Author - Mariella Mandurino
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Die DLRG warnt vor zu voreiligen Entschlüssen an Badeseen.
Die DLRG warnt vor zu voreiligen Entschlüssen an Badeseen.Friedrich Bungert/Imago

Ein Sprung ins kühle Wasser nach stundenlangem Sonnenbaden klingt an diesem Hitze-Wochenende in Berlin und Umgebung besonders verlockend. Doch genau dieser Reflex kann lebensgefährlich werden. Rettungsschwimmer schlagen jetzt Alarm und warnen diesen Sommer vor einem Badefehler, der jedes Jahr Menschen das Leben kostet.

Bademeister warnt: Nicht überhitzt ins Wasser springen

Gerade mit Blick auf das bevorstehende 40-Grad-Wochenende appelliert die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eindringlich an Badegäste, nicht überhitzt ins Wasser zu springen. Der plötzliche Temperaturunterschied kann den Körper massiv belasten und im schlimmsten Fall zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand führen.

Besonders tückisch: Viele glauben noch immer, Ertrinkende würden laut um Hilfe rufen oder wild mit den Armen winken. Genau das ist aber häufig ein gefährlicher Irrtum. „Das ist nicht nur bei Kindern so, sondern bei allen Ertrinkenden. Viele wissen gar nicht, dass sie etwas am Herzen haben“, sagt Robert Büschel vom DLRG-Landesverband Brandenburg zu RBB24.

Weiter: „Sie liegen drei Stunden mit ihren Kumpels am Wasser, und wenn es dann heißt, wir gehen jetzt alle rein und springen mit Anlauf ins Wasser, dann bekommt der Körper einen solchen Schock, dass es zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommen kann. Dabei kann man bewusstlos werden. Und ab diesem Augenblick hat derjenige gar nicht mehr die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Er geht einfach unter.“

Berliner Badeseen sind jedes Jahr überfüllt. Umso mehr muss man auf seine Mitmenschen achten.
Berliner Badeseen sind jedes Jahr überfüllt. Umso mehr muss man auf seine Mitmenschen achten.Jürgen Held/Imago

Deshalb rät Robert Büschel vom DLRG-Landesverband Brandenburg, sich nach längerer Zeit in der Sonne langsam an das Wasser zu gewöhnen. Statt kopfüber hineinzuspringen, sollte man zunächst vorsichtig ins Wasser gehen und den Körper Schritt für Schritt abkühlen. So lässt sich das Risiko eines gefährlichen Kreislaufschocks deutlich verringern.

Kinder müssen am See immer in Reichweite sein

Mindestens genauso wichtig ist der Blick auf die eigenen und andere Kinder. Gerade Nichtschwimmer oder kleine Kinder dürften am Wasser niemals aus den Augen gelassen werden. „Wenn Sie mit Kindern ans Wasser gehen, haben Sie Ihre Kinder im Blick! Man muss so nah dran sein, dass man im Ernstfall zupacken kann“, so Büschel.

Besonders auf die Kleinen muss beim Baden aufgepasst werden.
Besonders auf die Kleinen muss beim Baden aufgepasst werden.Christian Ender/Imago

Neben der Hitze warnen Rettungsschwimmer außerdem vor Alkohol, Selbstüberschätzung und langen Schwimmstrecken. Wer baden geht, sollte möglichst eine bewachte Badestelle wählen und sich nicht zu weit vom Ufer entfernen. Passiere dennoch ein Unglück, gelte vor allem eines: Ruhe bewahren, den Notruf wählen und sich bei einem Rettungsversuch nicht selbst in Lebensgefahr bringen.

Haben Sie schon einmal Ähnliches erlebt? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com