Falsche Erfrischung

Von diesen Kaltgetränken sollte Sie trotz Hitze besser die Finger lassen

Bis zu drei Liter soll der Mensch trinken, wenn es heiß ist. Aber gerade zwei beliebte Getränke können den Durst sogar verstärken und dem Körper schaden.

Author - Paula Hitzemann
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Viele Menschen greifen an heißen Tagen zu kalten Getränken. Aber aufgepasst, nicht immer ist das eine gute Idee.
Viele Menschen greifen an heißen Tagen zu kalten Getränken. Aber aufgepasst, nicht immer ist das eine gute Idee.Jelena Cvetkovic/IMAGO/Zoonar.com

Die Hitze steht über Berlin, der Durst wächst und der Griff geht ganz automatisch zum kalten Getränk aus dem Kühlschrank. Schön eiskalt, schön süß, genau das Richtige bei dem Wetter? Leider nicht. Wer jetzt falsch trinkt, schwitzt am Ende mehr und tut seinem Körper keinen Gefallen.

Viel trinken ist Pflicht, aber nicht alles hilft

Rund 1,5 Liter Trinken am Tag gelten als Mindestmaß. Bei Hitze sollten es eher zwei bis drei Liter sein, denn wir verlieren bis zu zwei Liter Wasser über Atmung, Schweiß und Urin. Wer seinen Flüssigkeitsverlust nicht ausgleicht, riskiert Probleme. „50 bis 90 Prozent der Patientinnen und Patienten mit einem Hitzeschock erleiden einen akuten Nierenschaden“, erklärt Dr. Simone Cosima Boedecker-Lips FOCUS online.

Der Zuckergehalt von Limonaden belastet den Körper zusätzlich.
Der Zuckergehalt von Limonaden belastet den Körper zusätzlich.IMAGO

Bei zu wenig Flüssigkeit wird das Blut zäh, das Herz muss mehr arbeiten und auch die Nieren leiden. Aber so wichtig Trinken auch ist: Nicht jedes Getränk hilft. Gerade im Hochsommer kann das falsche Getränk dem Körper auch schaden.

Diese zwei Getränke besser stehen lassen

1. Süße Limonaden und Softdrinks
Eiskalt aus dem Kühlschrank wirken sie zwar erfrischend. Doch der hohe Zuckergehalt belastet den Körper und kann den Durst sogar verstärken.

2. Fruchtsäfte pur
Viele greifen zu Saft, weil er vermeintlich gesund ist. Doch pur enthalten Säfte viel Fruchtzucker. Dieser kann im Körper Prozesse anstoßen, die Entzündungen fördern und die Bildung von Harnsäure erhöhen.

Nicht nur die Menge zählt

Eine Studie der Universität Yonsei und der Katholischen Kwandong Universität zeigt auch: Teilnehmer, die regelmäßig Softdrinks tranken, hatten ein erhöhtes Risiko für eine chronische Nierenerkrankung.

Vor allem Softdrinks schaden dem Körper mehr, als dass sie gegen Hitze helfen.
Vor allem Softdrinks schaden dem Körper mehr, als dass sie gegen Hitze helfen.Elke Münzel/IMAGO

Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb einfache Alternativen: Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen statt purer Säfte. Und auch wasserreiches Obst wie Melonen, Orangen oder Gurken hilft, den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten.

Eiskalt ist keine Lösung

Auch interessant: Viele greifen bei Hitze automatisch zu eisgekühlten Getränken, doch genau das kann nach hinten losgehen. Der Körper reagiert auf starke Kälte mit Gegensteuerung und produziert mehr Wärme. Man schwitzt am Ende also sogar stärker. Besser sind daher Getränke, die nur leicht gekühlt oder lauwarm sind.

Was trinken Sie bei den aktuellen Temperaturen am liebsten? Bitte schreiben Sie uns:  leser-bk@berlinerverlag.com.