Die Hitze steht über Berlin, der Durst wächst und der Griff geht ganz automatisch zum kalten Getränk aus dem Kühlschrank. Schön eiskalt, schön süß, genau das Richtige bei dem Wetter? Leider nicht. Wer jetzt falsch trinkt, schwitzt am Ende mehr und tut seinem Körper keinen Gefallen.
Viel trinken ist Pflicht, aber nicht alles hilft
Rund 1,5 Liter Trinken am Tag gelten als Mindestmaß. Bei Hitze sollten es eher zwei bis drei Liter sein, denn wir verlieren bis zu zwei Liter Wasser über Atmung, Schweiß und Urin. Wer seinen Flüssigkeitsverlust nicht ausgleicht, riskiert Probleme. „50 bis 90 Prozent der Patientinnen und Patienten mit einem Hitzeschock erleiden einen akuten Nierenschaden“, erklärt Dr. Simone Cosima Boedecker-Lips FOCUS online.

Bei zu wenig Flüssigkeit wird das Blut zäh, das Herz muss mehr arbeiten und auch die Nieren leiden. Aber so wichtig Trinken auch ist: Nicht jedes Getränk hilft. Gerade im Hochsommer kann das falsche Getränk dem Körper auch schaden.
Diese zwei Getränke besser stehen lassen
1. Süße Limonaden und Softdrinks
Eiskalt aus dem Kühlschrank wirken sie zwar erfrischend. Doch der hohe Zuckergehalt belastet den Körper und kann den Durst sogar verstärken.
2. Fruchtsäfte pur
Viele greifen zu Saft, weil er vermeintlich gesund ist. Doch pur enthalten Säfte viel Fruchtzucker. Dieser kann im Körper Prozesse anstoßen, die Entzündungen fördern und die Bildung von Harnsäure erhöhen.
Nicht nur die Menge zählt
Eine Studie der Universität Yonsei und der Katholischen Kwandong Universität zeigt auch: Teilnehmer, die regelmäßig Softdrinks tranken, hatten ein erhöhtes Risiko für eine chronische Nierenerkrankung.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb einfache Alternativen: Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen statt purer Säfte. Und auch wasserreiches Obst wie Melonen, Orangen oder Gurken hilft, den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten.
Eiskalt ist keine Lösung
Auch interessant: Viele greifen bei Hitze automatisch zu eisgekühlten Getränken, doch genau das kann nach hinten losgehen. Der Körper reagiert auf starke Kälte mit Gegensteuerung und produziert mehr Wärme. Man schwitzt am Ende also sogar stärker. Besser sind daher Getränke, die nur leicht gekühlt oder lauwarm sind.


