Kokain, Heroin, Crack

Anstieg der Drogen-Straftaten in Berlin

Die Zahl der Straftaten in Berlin steigt bei bestimmten Drogen stark an, Cannabis-Schwarzmarkt boomt.

Author - Stefan Doerr
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Harte Drogen sind in Berlin auf dem Vormarsch, hier raucht ein Mann eine Crackpfeife (Symbolfoto).
Harte Drogen sind in Berlin auf dem Vormarsch, hier raucht ein Mann eine Crackpfeife (Symbolfoto).Boris Roessler/dpa

Trotz der Legalisierung von Cannabis blüht das Geschäft mit Rauschgift in Berlin. Die Polizei verzeichnet einen deutlichen Zuwachs bei Straftaten mit harten Drogen.

„Bei den harten Drogen wie Kokain, Heroin, Ecstasy und Crack sehen wir einen Anstieg bei den registrierten Taten von insgesamt circa 15 Prozent“, sagt Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel der dpa.

Anstieg bei bestimmten Drogen sehr hoch

Besonders stark fiel der Anstieg bei bestimmten Substanzen aus. „Bei Kokain einschließlich Crack waren es ungefähr plus 10 Prozent, bei Amphetaminen plus 20 Prozent.“ Eine Ausnahme bilde Heroin: Die damit verbundenen Delikte gingen um etwa 15 Prozent zurück – was die Polizeipräsidentin auch mit der sinkenden Verbreitung der Droge erklärt.

Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel ist durch den hohen Drogenkonsum in Berlin alarmiert.
Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel ist durch den hohen Drogenkonsum in Berlin alarmiert.Bernd von Jutrczenka/dpa

Offizielle Zahlen sind nur die Spitze des Eisbergs

Doch die offiziellen Zahlen zeigen aus Sicht der Polizei nur einen Teil der Realität. Slowik Meisel machte deutlich, dass es sich dabei ausschließlich um das sogenannte Hellfeld handelt. Wie viel Rauschgift tatsächlich nach Berlin geschmuggelt, hier verkauft und konsumiert wird, lasse sich nur schwer beziffern.

Hinweise liefern unter anderem die Drogenkonsumräume der Stadt. Und da sprangen die Zahlen an: „Die Zahl der Konsumbesuche ist von 19.000 auf 25.000 gestiegen“, sagte die Polizeipräsidentin. „Dabei spielt sich der größte Teil des Konsums natürlich nicht im Konsumraum, sondern woanders ab. Auch das lässt ahnen, wie hoch wohl das Dunkelfeld ist.“

Illegaler Cannabismarkt boomt weiter

Trotz der Zunahme bei harten Drogen ist die Gesamtzahl der von der Berliner Polizei registrierten Drogendelikte im Jahr 2025 gesunken – um rund 25 Prozent. Der Grund liegt vor allem in der Cannabis-Legalisierung, durch die Besitz und Konsum in vielen Fällen nicht mehr strafbar sind.

Entwarnung gibt die Polizeipräsidentin dennoch nicht. „Was aber definitiv nicht gelungen ist, ist die Austrocknung des illegalen Cannabismarktes. Der Einfuhrschmuggel und der anschließende illegale Handel halten ungebrochen an“, berichtete Slowik Meisel. Berlin bleibt damit weiter ein Brennpunkt im Kampf gegen den Drogenhandel.