Der Fahrer eines weißen Golfs hat in Berlin nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährdet. Dem Raser droht die höchste Strafe im Bußgeldkatalog.
Weißer Golf 100 km/h zu schnell unterwegs
Die Berliner Polizei berichtet: Auf der A113 bei Adlershof fiel am Dienstag ein Autofahrer auf, der bei erlaubten 80 km/h deutlich zu schnell unterwegs war – und ausgerechnet einen zivilen Streifenwagen überholte. Die Beamten starteten daraufhin die Messung und nahmen die Verfolgung auf.

Nicht nur ein Raser, sondern auch ein Drängler: Nach Angaben der Polizei wechselte der Fahrer mehrfach die Spur, fuhr dicht auf und überholte rechts, um schneller voranzukommen. Am Ende zeigte die Messung eine Höchstgeschwindigkeit von 178 km/h. Die Konsequenz: Kontrolle und Beschlagnahme des Autos.
Diese Konsequenzen drohen dem Raser jetzt
Wer innerorts oder außerorts deutlich zu schnell unterwegs ist, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen – bei knapp 100 km/h über dem Limit aber drohen besonders harte Maßnahmen. Im konkreten Fall, bei dem statt erlaubter 80 km/h eine Geschwindigkeit von 178 km/h gemessen wurde, greift zunächst der höchste Bereich des Bußgeldkatalogs für Tempoverstöße. Dieser sieht ein Bußgeld von mindestens 700 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein dreimonatiges Fahrverbot vor.

Allerdings bleibt es in einem solchen Fall oft nicht bei diesen „Standardfolgen“. Weil der Fahrer zusätzlich durch riskantes Verhalten aufgefallen ist – etwa durch dichtes Auffahren, häufige Spurwechsel und Rechtsüberholen –, kann die Fahrt als grob verkehrswidrig und rücksichtslos bewertet werden.
Dann kommt auch ein Strafverfahren infrage, etwa wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Dieses Delikt kann bereits erfüllt sein, wenn jemand allein unterwegs ist, aber mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fährt und andere gefährdet.


