Die Berliner Polizei hat Bilanz gezogen. So blieb es am 1. Mai 2026 „weitestgehend störungsfrei“. Am Ende vermeldet die Polizei 87 Festnahmen und 121 Ermittlungsverfahren.
Typische Delikte im Zusammenhang mit Demos
Darunter befinden sich typische Delikte im Zusammenhang mit Demonstrationen wie Landfriedensbruch, Angriffe auf Polizisten und Körperverletzung. Hinzu kamen Straftaten, die eher im Umfeld von Straßenfesten auftreten, darunter sexuelle Belästigung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Beleidigung.

Im Fokus stand am Freitag die „Revolutionäre 1.-Mai“-Demo von linken und linksextremen Gruppen. Rund 10.000 Demonstranten zogen am Abend durch Kreuzberg und Neukölln. Allein bei dieser Demonstration registrierte die Polizei 18 Festnahmen.
Insgesamt wurden im Laufe des Tages 15 Polizisten leicht verletzt. Nur ein Beamter musste seinen Dienst beenden – so wenige wie seit Jahrzehnten nicht an einem 1. Mai. Insgesamt waren rund um den Maifeiertag etwa 5.300 Polizisten im Einsatz.

Zum Vergleich: Zuletzt kam es 2021 zu größeren Auseinandersetzungen. Damals wurden 354 Menschen festgenommen und 93 Polizisten verletzt. Die Bilanz für das Jahr 2025 lautete: 73 Festnahmen und 13 verletzte Beamte.
Polizeipräsidentin lobt sich nach dem 1. Mai selbst
Polizeipräsidentin Barbara Slowik-Meisel lobt sich nach dem 1. Mai selbst: „Unsere über Jahrzehnte immer weiter fortentwickelte und ausdifferenzierte Strategie der Deeskalation hat sich erneut bewährt: Zurückhaltung, wenn es uns nicht braucht, enge Begleitung, wenn Straftaten drohen, konsequentes Eingreifen, wenn Straftaten begangen werden.“


