Der Wochenstart hatte es wettertechnisch in sich: Warme Luft aus Afrika brachte am Montag nicht nur milde Temperaturen, sondern auch eine ordentliche Ladung Saharastaub mit nach Deutschland. Meteorologe Jan Schenk erklärt, dass aktuell die Atmosphäre „spürbar eingetrübt“ ist – der Staub filtert die Sonne und taucht den Himmel stellenweise in gelbliches Licht.
Dienstag: Mehr Schauer – und Blutregen möglich
An Südhängen im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb hat man das gelbe Licht teilweise schon am Montagabend sehen können. Am Dienstag wird es dann richtig spannend: Die Sahara-Staubwolke beginnt nach Osten abzuziehen. An ihrem Rand entsteht deutlich mehr Unruhe in der Atmosphäre – Schenk erwartet besonders im Südwesten, Westen und später im Norden zahlreiche Schauer.
Und genau dann kann es zu Blutregen kommen. Das klingt dramatisch, beschreibt aber lediglich Regen, der den feinen Saharastaub aus der Luft auswäscht und rötlich gefärbte Tropfen hinterlässt. Die gute Nachricht: Der Großteil des Staubs ist bis dahin bereits weitergezogen. „Große Mengen Blutregen sind eher unwahrscheinlich“, so Schenk – aber ein paar rötliche Schlieren auf Autos und Fenstern könnten durchaus auftauchen.
Mittwoch: Kaltfront räumt auf
Zur Wochenmitte macht dann eine Kaltfront kurzen Prozess: Regen fällt, aber diesmal ohne Staubbeimischung. Die Luft wird spürbar klarer, die Sicht besser – dafür gehen die Temperaturen merklich zurück.

Damit endet vorerst die Episode mit Saharastaub über Deutschland. Wer sein Auto von den Resten befreien will, sollte allerdings mit dem Waschen vielleicht noch bis Mittwoch warten.
So wird das Wetter in Berlin: Regen und milde Temperaturen
Am Mittwoch zeigt sich in der Region Berlin-Brandenburg zunächst ein Mix aus Sonne und Wolken, und vielerorts bleibt es längere Zeit trocken. Im Verlauf des Nachmittags bilden sich dann erste Schauer. Zum Abend hin nehmen die Wolken weiter zu, und schließlich setzt in der Prignitz und im Havelland verbreitet Regen ein.
Die Höchsttemperaturen erreichen 14 Grad Celsius in Eberswalde, 18 Grad in Lauchhammer, und in Berlin steigen sie auf etwa 17 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest, zeitweise auch frisch, mit Böen der Stärke 5 bis 7.



