Deutschland rutschte in den Sonntag. Am Morgen bestand bundesweit wieder Glatteisgefahr, der Deutsche Wetterdienst DWD warnte. Vorsicht auf Straßen, Wegen, Treppen. Inzwischen sind die Temperaturen ins Plus gedreht, die gefahr aber bleibt, da es gegen Abend wieder kälter wird.
Berlin erwischt es am Sonntag nicht ganz so hart wie tags zuvor. Der DWD ruft hier diesmal nur die Warnstufe 1 aus. Glättegefahr, aber ohne tückischen Regen.
Nach den zahlreichen Glätte-Unfällen vom Samstag sind die Berliner Krankenhäuser aber immer noch damit beschäftigt, die Verletzten zu versorgen. „Auch heute werden weitere Operationen durchgeführt“, sagt ein Sprecher der Charité. Es stünden noch etwa 20 Operationen an.
Charité: Bis zu 130 Menschen gleichzeitig in der Notaufnahme
Insbesondere am Virchow-Klinikum und in der Charité Mitte sei es am Samstag zu einem extrem hohen Aufkommen von Patienten mit glättebedingten Verletzungen gekommen, sagt der Charité-Sprecher. Es wurden mehr als 200 Menschen versorgt, vor allem mit Knochenbrüchen an Hüfte, Armen und Schulter.
Zeitweise waren bis zu 130 Patienten gleichzeitig in der Notaufnahme. „Bis tief in die Nacht lief die unfallchirurgische Versorgung in drei Operationssälen gleichzeitig.“ In einigen Häusern wie dem Ernst von Bergmann Klinikum in Potsdam und der Charité wurde zusätzliches ärztliches und pflegerisches Personal aus der Freizeit mobilisiert.
In Südbrandenburg und Sachsen gilt Warnstufe 2
Während es am morgen in Berlin nicht so glatt wie am Samstag war, galt laut DWD am Morgen südlich von Berlin, von Frankfurt/Oder und Cottbus bis runter nach Sachsen, Warnstufe 2. Zwischen Thüringer Becken und Lausitz kam es zu gefrierendem Nieselregen. Eine dünne Eisschicht, unsichtbar, aber brandgefährlich.
Besonders betroffen war auch die Region in der Mitte Deutschlands zwischen Düsseldorf, Hannover und Erfurt. Inzwischen gibt es wieder Entwarnung, im Laufe des Tages entspannte sich die Lage laut DWD etwas. Die Temperaturen steigen auf 0 bis 4 Grad und das Glatteis schmilzt wieder auf den Straßen. An den Küsten sind bis zu 6 Grad möglich. Der Himmel reißt auf. Die Sonne kämpft sich durch. Nur im Süden bleibt es grau, neblig, frostig.
Doch die Ruhe hält nicht lange. Am Nachmittag rollen im Norden neue Wolken an, dazu Sprühregen. Dann droht wieder überall gefährliches Glatteis. Die Nacht wird eiskalt. Minus 3 bis minus 9 Grad sind drin. In Franken und der Oberpfalz sogar bis minus 13 Grad. Nur der Norden kommt etwas glimpflicher davon.
Die Silvester-Woche bleibt trüb und kalt
Der Wochenstart bringt erneut Glatteisgefahr. In den Bergen schneit es. Im Norden regnet es. Im Süden scheint die Sonne – zumindest noch. Die Wolken ziehen im Tagesverlauf weiter nach Süden und erreichen am Abend die Alpen. Nördlich des Mains bleibt es grau, teils nass, heißt es bei wetter.net. Die Höchstwerte: 0 Grad im Erzgebirge, 7 Grad an der Nordsee.
Der Dienstag startet im Südosten mit Regen- und Schneeschauern. Sonst bleibt es meist trocken. Die Sonne zeigt sich immer wieder. Am Nachmittag kommen neue Schauer aus dem Nordwesten. Die Temperaturen liegen zwischen minus 3 Grad und 6 Grad.

Silvester wird’s ungemütlich. Regen, Schnee, Schauer – den ganzen Tag, wie es bei wetter.net heißt. Nur im Südwesten bleibt es länger trocken. Auch an der Ostsee zeigt sich die Sonne. Der Nordwestwind frischt auf. Die Höchstwerte: minus 1 bis 6 Grad.




