Kann das wirklich sein?

Geht’s noch, Wetter? Prognosen sprechen von Kälte und 10 Zentimeter Schnee!

Einzelne Prognose sprechen von einer Rückkehr des Winters mit Kälte und Schnee. Aber: Was sagen die Vorhersagen der Wetter-Experten wirklich?

Author - Florian Thalmann
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Wie realistisch ist es, dass der Winter noch einmal zurückkehrt? Einzelne Prognosen sprechen von Kälte und Neuschnee. Aber kann das wirklich sein?
Wie realistisch ist es, dass der Winter noch einmal zurückkehrt? Einzelne Prognosen sprechen von Kälte und Neuschnee. Aber kann das wirklich sein?Jens Büttner/dpa

Na, freuen Sie sich über den Frühling? Dann wird das, was jetzt kommt, für Sie vermutlich so absurd, dass Sie es kaum glauben können! Berichten zufolge könnte es in den kommenden Tagen doch noch eine Winter-Rückkehr geben. Neue Vorhersagen sprechen plötzlich von Kälte und 10 Zentimetern Schnee. Aber: Kann das wirklich sein, nachdem Meteorologen angesichts des warmen Frühlings sogar schon vor Horror-Hitze im Sommer warnten? Was die Prognosen sagen und wie realistisch das Szenario ist.

Kehrt der Winter mit Kälte und Schnee zurück?

Für alle, die am Wochenende im T-Shirt draußen waren, um die Sonnenstrahlen zu genießen, dürfte es nach einem schlechten Scherz klingen. Obwohl schon vor Waldbrandgefahr gewarnt wurde, ist in Berichten aktuell die Rede von einem ordentlichen Nachschlag Kälte. Die schlechte Nachricht: Der neue Mini-Winter soll schon am Montag starten und sich zeigen. Die gute Nachricht: Laut einem Bericht von t-online ist vor allem NRW betroffen.

Kalt werden soll es auch in anderen Landesteilen – und das schon in der Nacht zum Montag. Auch in Berlin warnt der Deutsche Wetterdienst vor neuer Kälte. „In der Nacht zum Montag bis in die Morgenstunden regional leichter Frost zwischen 0 und -2 Grad“, heißt es in der Prognose. Auch die Nächte zum Dienstag und zum Mittwoch sollen noch einmal frostig werden, während die Temperaturen am Tag immer wieder in ordentliche Höhen klettern, mit Werten bis zu 18 Grad den Frühling feiern.

Deutschland hat genug vom Winter: Schnee und Kälte gab es in diesem Jahr in weiten Teilen des Landes wirklich ausreichend.
Deutschland hat genug vom Winter: Schnee und Kälte gab es in diesem Jahr in weiten Teilen des Landes wirklich ausreichend.Lukas Barth-Tuttas/dpa

Doch in NRW soll es laut t-online sogar noch einmal richtig winterlich werden.  In den kommenden Tagen werden demnach in der Eifel und im Sauerland Schneefälle erwartet, weil die Temperaturen in den Abend- und Nachtstunden abfallen sollen. Noch dazu soll Regen fallen. Aber: Ist das wirklich realistisch? Laut aktueller Schneeprognose des Deutschen Wetterdienstes ist das eher unwahrscheinlich – einzig und allein der Alpenraum könnte noch einmal von weißen Flöckchen geküsst werden.

In den Nächten kann es noch einmal frostig werden

Aber kalt könnte es in den Nächten werden – und in Kombination mit Frühnebel ist auch nicht ausgeschlossen, dass es auf den Straßen hier und da rutschig werden könnte. In Berlin wird es laut Deutschem Wetterdienst nicht einmal Schneeregen geben, denn bei Bodenfrost und Temperaturen bis zu -2 Grad in der Nacht bleibt es niederschlagsfrei.

Der Frühling ist da - und er darf gern bleiben. Ob wirklich noch einmal ein kleiner Wintereinbruch Deutschland in Flöckchen hüllt, ist aktuell ungewiss.
Der Frühling ist da - und er darf gern bleiben. Ob wirklich noch einmal ein kleiner Wintereinbruch Deutschland in Flöckchen hüllt, ist aktuell ungewiss.Silas Stein/dpa

Der Montag wird heiter und trocken und bringt Temperaturen bis zu 18 Grad mit sich. Der Dienstag bleibt heiter, erst am Mittwoch soll sich dann etwas Regen einstellen. „In der Nacht zum Donnerstag wechselnd bis stark bewölkt, zeitweise leichter Regen“, kündigt der DWD an.

Die Tiefstwerte sollen zwischen 6 und 4 Grad liegen, dazu kommt schwacher bis mäßiger Wind. Meteorologe Dominik Jung wies bereits darauf hin, dass es ab Mitte der Woche zu einem plötzlichen Wetterumschwung kommen kann.

Freundliches Wetter soll noch einige Tage bleiben

„Nach den aktuellen Modellrechnungen hält sich diese freundliche und sehr milde Wetterphase zunächst noch einige Tage“, sagte er in einem Interview. „Ab Mittwoch deutet sich jedoch eine leichte Umstellung an.“ Dann könnten sich Gewitter nach Deutschland bewegen, weil Luftströmungen vom Atlantik gegen das Hochdruckgebiet kämpfen, das sich über Mitteleuropa festgesetzt hat.

„Einige Modellrechnungen deuten darauf hin, dass sich die Westströmung wieder stärker durchsetzen könnte“, sagte Dominik Jung. „Dann würden wieder häufiger Tiefdruckgebiete nach Mitteleuropa ziehen, mit mehr Wolken, zeitweiligem Regen und insgesamt wechselhafterem Wetter.“

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