Heimniederlage der Eisernen

Union Berlin geschockt! Heidenheim siegt in der letzten Sekunde

Total verrückte Schlussminuten in der Alten Försterei. In der Nachspielzeit dreht Heidenheim die Partie.

Author - Kay Schöphörster
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Unfassbar. In der 95. Minute schlägt es ein zum 1:2.
Unfassbar. In der 95. Minute schlägt es ein zum 1:2.Renner/City-Press

Bis in die Schlussminuten geführt, das Spiel im Griff und dann das! Zwei späte Tore schocken die Eisernen und besiegeln in der Alten Försterei die Heimniederlage gegen den 1. FC Heidenheim.

Die Heidenheimer Stefan Schimmer (90.) und Jan Schöppner (90.+5) trafen für den ansonsten eher harmlosen FCH, der nach sieben Pflichtspielen ohne Sieg nach Köpenick gekommen war. Rani Khedira (43.) hatte Union in Führung geschossen, aber das reichte dann im einem furiosen Finale nicht aus.

Das Spiel begann im Stadion An der Alten Försterei sehr verhalten. Dazu kam, dass auf den Rängen erneut in den ersten zwölf Minuten aus Protest gegen schärfere Sicherheitsmaßnahmen in Stadien geschwiegen wurde. Der erste gefährliche Abschluss gelang schließlich den Gästen, Mathias Honsak zimmerte den Ball an die Latte (9.). Auf der anderen Seite setzte Oliver Burke Derrick Köhn in Szene, der allerdings über das Tor schoss (11.).

Partie für mehrere Minuten unterbrochen

Dann eine Schrecksekunde bei den Gästen: Niklas Dorsch und Julian Niehues knallten bei einem Klärungsversuch nach einer Ecke mit den Köpfen zusammen. Die Partie wurde für mehrere Minuten unterbrochen, Niehues musste länger behandelt werden. Für beide ging es jedoch weiter. Das Spiel blieb kampfbetont und zerfahren. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware, Khedira erlöste Union schließlich in einer kurzen Druckphase der Berliner.

Die Unioner zeigten sich in der Folge etwas aktiver und hatten auch nach der Pause mehr vom Spiel. Heidenheim trat offensiv kaum in Erscheinung, leistete sich im Ballbesitz zu viele Fehler und agierte zu ungenau. Auch in der Schlussphase wurde die Schmidt-Elf kaum gefährlich – bis Schimmer stach. Schöppner zwang mit seinem Kopfball nach einer letzten Ecke der Heidenheimer die Eisernen vollends in die Knie.