Noch keine zwei Wochen ist es her, da jubelte der FC Bayern im Berliner Olympiastadion über den nächsten Pokalsieg. Gegen den VfB Stuttgart holten sich die Münchner aber nicht nur den Titel, sondern auch den größten Anteil am Millionen-Topf.
Denn der DFB-Pokal ist längst ein sehr lukratives Zusatzgeschäft geworden, in dem es sich mit wenigen Spielen gut verdienen lässt. Allein der Einzug ins Finale spülte beiden Bundesligisten satte 6,35 Millionen Euro in die Kassen. Für Bayern gab es als Sieger noch mal 4,32 Millionen obendrauf, Stuttgart erhielt immerhin noch weitere 2,88 Millionen.
DFB-Pokal wird finanziell immer lukrativer
Insgesamt schüttete der DFB in der vergangenen Saison stolze 75 Millionen Euro aus – 800.000 Euro mehr als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es „nur“ 50 Millionen. Dazu kommen noch TV-Gelder und Zuschauereinnahmen. Der Trend ist klar: Der Pokal wird zur echten Geldmaschine! Und mittendrin: die Berliner Klubs.
Am Sonnabend (18 Uhr) wird im Deutschen Fußballmuseum die erste Runde ausgelost. Ex-Schiedsrichter Deniz Aytekin greift als Losfee in die Töpfe – und könnte für den 1. FC Union Berlin, Hertha BSC und die VSG Altglienicke knallharte Lose ziehen.

Union und Hertha befinden sich im Topf der 32 Profiteams. Altglienicke dagegen muss als Amateur definitiv gegen ein Team aus der 1. oder 2. Bundesliga ran – und könnte sogar auf die Hauptstadt-Rivalen treffen. Klar ist: Ein Selbstläufer wird die erste Runde auch für die Eisernen und Herthaner nicht.
Mit Teams wie Eintracht Braunschweig, Greuther Fürth, Energie Cottbus oder dem VfL Osnabrück lauern unangenehme Gegner. Dazu kommen mit Fortuna Düsseldorf und Preußen Münster sogar frische Zweitliga-Absteiger. Und auch Traditionsklubs wie Rot-Weiss Essen oder MSV Duisburg sind echte Pokal-Fallen.

