Welch ein bitterer Abend für den 1. FC Union Berlin – und ein Bundesliga-Auswärtsdebüt zum Vergessen für Trainerin Marie-Louise Eta! Ausgerechnet bei RB Leipzig, dem Klub, wo Eta einst hospitierte und der von den Köpenicker Anhängern so verachtet wird, spielt Union wie ein Absteiger. Am Ende steht eine 1:3-Niederlage, die große Sorgen macht.
Ersatzkeeper Carl Klaus verhindert höhere Pleite
Giovanni Trapattoni polterte über seine Bayern-Verlierer einst: „Schwach wie eine Flasche leer!“ In Anlehnung an den Getränkehersteller, der Leipzig im Hintergrund finanziert, muss man bei Union konstatieren: „Schwach wie Dose leer!“
Max Finkgräfe (22.), Romulo (25.) und Ridle Baku (63.) treffen für RB, Danilho Doekhi gelingt in der Schlussphase immerhin der Ehrentreffer für die Berliner (78.). Viel schlimmer ist noch die Verletzung von Torhüter Frederik Rönnow, der nach einer halben Stunde verletzt runter muss. Vertreter Carl Klaus, eigentlich nur die Nummer drei, kommt zu seinem Bundesliga-Debüt und verhindert eine noch höhere Niederlage.

Harmlos, ideenlos – und hinten wieder sehr anfällig! Union taumelt vor allem in der ersten Halbzeit von einer Verlegenheit in die andere. Leipzig, das langsam für die Champions League planen kann, verballert noch weitere Hochkaräter. Viermal trifft RB insgesamt Pfosten und Latte.
