Stürmer geht schon wieder

Ausmisten bei Union! Lustrinelli kündigt Abschied an

Nach der Testspiel-Niederlage in Jena hat Trainer Mauro Lustrinelli einen Abgang beim 1. FC Union Berlin angekündigt.

Author - Nils Malzahn
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Stürmer Chris Bedia (l.) hat bei Union unter Trainer Mauro Lustrinelli keine Zukunft.
Stürmer Chris Bedia (l.) hat bei Union unter Trainer Mauro Lustrinelli keine Zukunft.Michael Taeger/IMAGO

Ein Union-Profi steht offenbar vor dem Abflug! Beim enttäuschenden 0:2 (0:1) im Testspiel beim Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena ließ Trainer Mauro Lustrinelli tief blicken. Chris Bedia stand zwar im Kader, saß aber 90 Minuten auf der Bank. Nach dem Abpfiff sprach der Schweizer erstmals offen über die Zukunft des Angreifers – und deutete dessen Abschied deutlich an. Schon Anfang dieser Woche könnte Vollzug gemeldet werden.

Als Ersatz für Becker und Behrens gekommen

„Es kann sein, dass in den nächsten Tagen etwas auf dem Transfermarkt passiert“, sagte Lustrinelli in der Mixed Zone. Viel klarer hätte die Botschaft kaum ausfallen können.

Für Bedia wäre es das Ende einer enttäuschenden Zeit in Köpenick. Im Januar 2024 war der Ivorer als Hoffnungsträger vom Servette FC gekommen. Nach den Abgängen von Sheraldo Becker und Kevin Behrens sollte er Unions Offensive neuen Schwung verleihen. Doch der Durchbruch blieb aus. Gerade einmal ein Pflichtspieltor gelang ihm – bei der dramatischen 3:4-Heimniederlage gegen den VfL Bochum, dem letzten Spiel von Ex-Coach Nenad Bjelica.

Chris Bedia (r., hier neben Christopher Trimmel) war in Jena vor Ort, stand aber nicht auf dem Platz.
Chris Bedia (r., hier neben Christopher Trimmel) war in Jena vor Ort, stand aber nicht auf dem Platz.Matthias Koch/IMAGO

Danach ging es per Leihe erst zum englischen Zweitligisten Hull City, anschließend zu den Young Boys Bern. Dort fand Bedia zu alter Stärke zurück. In der vergangenen Super-League-Saison erzielte der Stürmer starke 17 Tore und bereitete vier weitere Treffer vor. Besonders bemerkenswert: Gegen den von Lustrinelli trainierten FC Thun traf er in drei Spielen gleich dreimal.

Eindruck konnte er damit aber offenbar nicht hinterlassen. Im Konkurrenzkampf mit Andrej Ilic, Oliver Burke, Ilyas Ansah und den weiteren Offensivkräften scheint Bedia bei Union keine Perspektive mehr zu haben.

Auf Horst Heldt wartet Arbeit

Der Abgang des Ivorers dürfte derweil nur der Anfang sein. Mit 31 Profis ist der Kader derzeit üppig besetzt, dazu zeigen sich in der Vorbereitung viele Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Klar ist: Bevor Union auf dem Transfermarkt noch einmal zuschlagen kann, müssen erst Plätze im Kader frei werden. Auf Manager Horst Heldt wartet noch eine Menge Arbeit.