Sommerferien in Berlin! Die Koffer sind gepackt, auch die Sonnencreme ist verstaut. Für viele geht es jetzt ans Meer. Doch während die einen von türkisblauem Wasser und weißen Sandstränden träumen, lauert in einigen Urlaubsregionen eine Gefahr, die kaum zu erkennen ist. Das giftigste Meerestier der Welt!
Gift führt binnen Minuten zum Tod
Der Name klingt harmlos, aber die Folgen eines Kontakts mit der Seewespe sind es nicht. Die Große Seewespe (Chironex fleckeri), eine Würfelqualle, besitzt ein extrem starkes Gift. Es greift Herz, Nervensystem und Haut gleichzeitig an und ist eines der am schnellsten wirkenden Tiergifte überhaupt. Schwere Vergiftungen können innerhalb weniger Minuten lebensbedrohlich werden. Eine ausgewachsene Seewespe hat so viel Gift in sich, um bis zu 250 erwachsene Menschen zu töten.
Besonders tückisch ist dabei, dass man die Seewespe im Wasser fast nicht sieht. Ihr glockenförmiger Körper ist transparent und schimmert höchstens leicht bläulich. Die würfelförmige Glocke kann bis zu 30 bis 35 Zentimeter groß werden. Von ihren vier Ecken hängen zahlreiche Tentakel herab, die jeweils bis zu drei Meter lang werden können. Millionen winziger Nesselzellen sitzen darauf und schießen bei Berührung ihre Giftpfeile in die Haut des Opfers direkt in den Blutkreislauf.

Diese Gebiete bevorzugt die Seewespe
Ihr Verbreitungsgebiet liegt vor allem in den tropischen Küstengewässern Nordaustraliens. Daneben kommen verwandte Arten auch in Teilen Südostasiens und des westlichen Pazifiks vor. Besonders häufig halten sich die Tiere in flachen Küstengewässern auf, wo besonders oft gebadet wird. Außerdem leben sie an Flussmündungen und in Mangrovenbereichen.
Gefährlich wird es vor allem während der sogenannten Stinger Season. Im Norden Australiens beginnt sie meist im Oktober und dauert bis Ende April oder Ende Mai. An einigen Küstenabschnitten von Queensland und Westaustralien liegt die Hauptsaison zwischen November und März.


