WM 2026

Gefeuert! Moderatorin verbreitete falsche Todesnachricht über Messis Vater

Die argentinische TV-Moderatorin Florencia Pena ist ihren Job los, weil sie eine Falschmeldung über den Tod von Messis Vater Jorge verbreitete.

Author - Wolfgang Heise
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Die argentinische TV-Moderatorin Florencia Pena verbreitete live im Fernsehen eine Falschmeldung über den Tod von Messis Vater Jorge und wurde gefeuert.
Die argentinische TV-Moderatorin Florencia Pena verbreitete live im Fernsehen eine Falschmeldung über den Tod von Messis Vater Jorge und wurde gefeuert.IMAGO/Bessone

Ein spektakulärer Medien-Skandal in Argentinien erschüttert alle mitten in der Fußball-WM 2026. TV-Moderatorin Florencia Pena hat in einer Live-Sendung fälschlicherweise den Tod von Jorge Messi (68), dem Vater von Superstar Lionel Messi (38), verkündet. Wenige Stunden später war die Aufregung riesig, die Familie stellte die Wahrheit klar – und die Moderatorin wurden gefeuert.

Falsche Todesmeldung live im TV

Der Eklat ereignete sich in der Sendung „El Show del Verano“ beim Streaming-Sender Luzu TV. Kurz nachdem Lionel Messi beim 3:0 gegen Algerien einen WM-Hattrick erzielt hatte und dabei emotional wirkte, erklärte Peña live auf Sendung: „Ich möchte keine schlechten Nachrichten überbringen, aber Messis Vater ist gerade gestorben.“

Anschließend behauptete sie sogar, Messi müsse deshalb möglicherweise die Weltmeisterschaft verlassen. Die Meldung verbreitete sich in Windeseile über soziale Netzwerke und Nachrichtendienste. Doch sie war komplett falsch.

Lionel Messi und sein Vater Jorge beim Besuch eines Fußballspiels.
Lionel Messi und sein Vater Jorge beim Besuch eines Fußballspiels.IMAGO/Zabulon Laurent/ABACA

Familie Messi schlägt zurück

Nur kurze Zeit später veröffentlichte die Familie Messi eine offizielle Stellungnahme. Darin wird bestätigt, dass Jorge Messi tatsächlich gesundheitliche Probleme hat. Gleichzeitig werden die Todesgerüchte jedoch eindeutig zurückgewiesen. Die Familie erklärte: „Jorge befindet sich derzeit unter medizinischer Aufsicht, erholt sich und macht innerhalb seiner aktuellen Situation günstige Fortschritte.“

Transferexperte Fabrizio Romano war der erste, der dieses Schreiben via X (früher Twitter) verbreitete.  Besonders deutlich wurden die Angehörigen bei der Kritik an den falschen Berichten: „Die Familie bringt ihr tiefes Unbehagen über den Mangel an Sensibilität, Respekt und Anstand zum Ausdruck, mit dem einige Menschen eine strikt private Familienangelegenheit behandelt haben.“

Das wirklich brutal an der Falschmeldung: Lionel Messi und sein Vater pflegen einer sehr enge Beziehung. Jorge begleitet Messi, als dieser 2000 von Argentinien nach Spanien zum FC Barcelona als 13-Jähriger wechselte. Jorge Messi ist nicht nur Vater, sondern der engste Vertraute des Superstars.

Lionel Messi weinte nach seinem ersten Tor beim 3:0 Argentiniens gegen Algerien. Danach gingen die Spekulationen los..
Lionel Messi weinte nach seinem ersten Tor beim 3:0 Argentiniens gegen Algerien. Danach gingen die Spekulationen los..IMAGO/walid ibrahim/JNA Press

Moderatorin entschuldigt sich – und tritt zurück

Der öffentliche Druck wurde schnell enorm. Florencia Peña veröffentlichte daraufhin eine emotionale Entschuldigung und kündigte ihren Rückzug bei Luzu TV an. „Ich entschuldige mich bei der Familie Messi für diesen furchtbaren Moment. Ich schäme mich zutiefst, der Grund für diesen Schmerz gewesen zu sein.“ Gleichzeitig verteidigte sie sich damit, die Information sei ihr während der Live-Sendung als bereits verifiziert übermittelt worden. Sie habe den Angaben der Produktion vertraut. Dennoch übernehme sie Verantwortung für den Fehler.

Nicht nur die Moderatorin zog Konsequenzen. Luzu TV erklärte öffentlich, die Verbreitung unbestätigter persönlicher Informationen sei „inakzeptabel“. Nach Angaben des Senders kam es zusätzlich zu personellen Konsequenzen innerhalb der Redaktion und Produktion.

Lionel Messi schweigt

Während die Aufregung in Argentinien immer größer wurde, äußerte sich Lionel Messi selbst bislang nicht direkt zu der Falschmeldung. Der Weltmeister hatte nach seinem Hattrick  beim 3:0 gegen Algerien lediglich eingeräumt, dass er zuletzt „schwere Tage“ erlebt habe. Einen direkten Bezug zum Gesundheitszustand seines Vaters stellte er dabei jedoch nicht her.

Fest steht: Aus einem unbestätigten Gerücht wurde binnen weniger Stunden einer der größten Medien-Skandale dieser WM. Für Florencia Pena endete die Affäre mit dem Karriere-Aus - und für die Familie Messi mit einem weiteren belastenden Kapitel in einer ohnehin schwierigen Zeit.