WM 2026

Ex-Unioner ärgert England: Diese Weltmeisterschaft wird immer eiserner

Petar Musa knipste einst für Union Berlin und traf nun gegen England! Doch er ist nicht allein: Bei der WM mischen gleich mehrere Ex-Unioner ganz vorne mit.

Author - Johann Caspar Nilius
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Petar Musa bejubelt sein Tor gegen England. Vor ein paar Jahren lief er noch für den 1. FC Union auf.
Petar Musa bejubelt sein Tor gegen England. Vor ein paar Jahren lief er noch für den 1. FC Union auf.Jia Haocheng/imago

Spektakel in Texas und ein Ex-Unioner mittendrin: Als England und Kroatien beim 4:2-Sieg der Three Lions das bisher größte Spektakel der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada anboten, spielte Petar Musa eine der Hauptrollen. Der Stürmer schoss das zwischenzeitliche 2:2 für Kroatien. Zu Hause vor dem Fernseher dürfte vielen Fans vom 1. FC Union Berlin aufgefallen sein: Den kennen sie doch!

Ex-Unioner Musa jubelt vor seinen Fans

Petar Musa spielte nämlich in der Rückrunde der Saison 2020/21 für die Eisernen. Er verließ Berlin damals nach 14 Einsätzen und nur einem Treffer wieder. Doch gestern Abend in Dallas zeigte Musa, welch internationale Klasse in ihm steckt.

Und das ausgerechnet in dem Stadion, in dem er heute für den FC Dallas aufläuft. Dass Kroatien am Ende noch mit 2:4 den Kürzeren zog, dürfte diesem persönlichen Höhepunkt kaum einen Abbruch getan haben.

Petar Musa traf für den 1. FC Union einmal in 14 Spielen.
Petar Musa traf für den 1. FC Union einmal in 14 Spielen.Tilo Wiedensohler/imago

Andrich am Mikrofon dabei

Besonders kurios: Am Mikrofon von Magenta TV saß ein weiterer Protagonist der jüngeren Köpenicker Erfolgsgeschichte. Robert Andrich begleitete die Partie als Co-Kommentator und durfte den Treffer seines ehemaligen Teamkollegen live für das deutsche Publikum analysieren.

Auf einen anderen Ex-Unioner auf dem Feld mussten Andrich und die Fans aber verzichten. Josip Juranovic, über Jahre hinweg eine feste Säule im kroatischen Nationalteam, hat nicht nur seinen Stammplatz beim 1. FC Union eingebüßt, sondern auch seinen Platz im Kader des kroatischen Nationalteams.

Jede Menge eiserne DNA bei der WM

Dennoch ist die Handschrift der Eisernen bei dieser Endrunde in Nordamerika unübersehbar. Wer genau hinschaut, entdeckt fast in jeder Gruppe Spuren aus dem Berliner Osten. Da ist zum einen Mittelfeld-Stabilisator Rani Khedira, der bei der mit Tunesien gleich eine 1:5-Klatsche von Schweden kassierte.

Besser läuft es für die Norweger, die 4:1 gegen den Irak gewannen, wobei der eine Ex-Unioner, Julian Ryerson, bis zum Abpfiff auf dem Platz stand und der andere, Morten Thorsby, von der Bank aus zusah.

Julian Ryerson (l.) und Morten Thorsby (r.) wollen mit Norwegen bei der WM viel erreichen. Einst spielten beide in Köpenick.
Julian Ryerson (l.) und Morten Thorsby (r.) wollen mit Norwegen bei der WM viel erreichen. Einst spielten beide in Köpenick.VEGARD GRØTT/imago

Genauso verteilte sich die Spielzeit der deutschen Ex-Unioner Nico Schlotterbeck, der beim 7:1 gegen Curaçao durchspielen durfte, und Jamie Leweling, der draußen sitzen blieb.

Auch beim Gastgeber geht es eisern zu. Brenden Aaronson mischt mit den USA im Kampf um das Achtelfinale mit.

WM-Pech für Abwehr-Duo

Dass der Traum von der Weltmeisterschaft nicht für jeden in Erfüllung geht, mussten Derrick Köhn bei Ghana und Leopold Querfeld bei den Österreichern verkraften – beide Unioner schafften den Sprung ins finale Aufgebot nicht.