WM 2026

Mitten in Berlin feuert Adidas ausgerechnet Argentinien und Frankreich an!

Am Berliner Alexanderplatz wirbt Adidas für die WM 2026. Zwischen DFB-Stars hängen ausgerechnet Plakate von Messi und Dembélé.

Author - Mariella Mandurino
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Am S-Bahnhof Alexanderplatz hängen riesige Werbeplakate von Adidas. Hier wird ausgerechnet für Profi-Kicker Messi (l.) geworben und sogar mit dem verletzten Serge Gnabry (r.).
Am S-Bahnhof Alexanderplatz hängen riesige Werbeplakate von Adidas. Hier wird ausgerechnet für Profi-Kicker Messi (l.) geworben und sogar mit dem verletzten Serge Gnabry (r.).Mandurino/Berliner KURIER

Das ganze Land drückt der deutschen Nationalmannschaft die Daumen. Aber wer aktuell in Berlin am S-Bahnhof Alexanderplatz unterwegs ist, kommt an den riesigen WM-Plakaten von Adidas nicht vorbei. Doch beim Blick auf die Kampagne stellt sich plötzlich eine Frage. Wem drückt Adidas bei der WM 2026 eigentlich die Daumen?

Riesige Werbebanner von Messi und Dembélé neben deutscher Nationalmannschaft

Deutschlands Nationalspieler blicken von den riesigen Werbeflächen auf die Passanten herab, dazu die selbstbewusste Botschaft: „You got this“ (dt.: „Du schaffst das“). Aber zwischen den vielen Deutschland-Spielern tauchen ausgerechnet zwei Weltstars auf, die mit dem DFB überhaupt nichts zu tun haben: Lionel Messi (Argentinien) und Ousmane Dembélé (Frankreich).

Auch ein Werbebanner von Ousmane Dembélé hängt am Bahnhof.
Auch ein Werbebanner von Ousmane Dembélé hängt am Bahnhof.Mandurino/Berliner KURIER

Beide gehören zu den wichtigsten Werbegesichtern des Sportartikelherstellers. Trotzdem wirkt ihre Platzierung mitten in der Hauptstadt zwischen den Deutschland-Plakaten ziemlich unpassend. Denn auch auf ihren Bannern steht: „You got this“.

Natürlich hat Adidas ein Interesse daran, seine größten und exklusiven Stars zu präsentieren. Messi gehört zu den bekanntesten Fußballern der Welt, Dembélé gewann erst kürzlich mit Paris Saint-Germain die Champions League. Dennoch fragt man sich: Warum werden die beiden nicht auf eigenen Werbeflächen gezeigt?

Über den gesamten S-Bahnhof Alexanderplatz sind Werbebanner der DFB-Elf verteilt.
Über den gesamten S-Bahnhof Alexanderplatz sind Werbebanner der DFB-Elf verteilt.Mandurino/Berliner KURIER

Adidas stattet mehrere Länder bei der Fußball-WM 2026 aus

Adidas stattet bei der Fußball-WM 2026 nicht nur Deutschland aus. Auch Argentinien, Spanien, Belgien, Mexiko, Japan, Kolumbien, Schottland, Algerien, Katar, Saudi-Arabien, Südafrika und Curacao laufen in Trikots des Unternehmens auf. Aus Sicht des Konzerns wäre es also wirtschaftlich wenig sinnvoll, ausschließlich auf den DFB zu setzen.

Trotzdem hinterlässt die Kampagne am Alexanderplatz einen unangenehmen Geschmack. Zwischen Deutschland-Spielern, Deutschland-Trikots und dem motivierenden „You got this“-Slogan wirken Messi und Dembélé wie ein kleiner Reminder daran, dass Adidas bei der WM nicht nur einen Favoriten hat. Der Konzern verkauft schließlich Trikots, keine Nationalgefühle.

Und genau deshalb bleibt die Frage offen: Ist das noch eine Deutschland-Kampagne oder längst Werbung für das eigene Weltstar-Portfolio?

Wie sehen Sie das? Finden Sie es richtig, das Adidas die Werbebanner vermischt? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com