Er lebte im „goldenen Käfig“

David Garrett: Vom Schulabbrecher zum gefeierten Geigen-Gott

Weltstar David Garrett brach die Schule im klassischen Sinn ab. Warum der Geigen-Gott diesen Weg gewählt hat und heute trotzdem voller Stolz zurückblickt.

Author - Mariella Mandurino
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David Garrett ist der deutsche Geigen-Gott.
David Garrett ist der deutsche Geigen-Gott.imago

Weltweit hat er sich einen Namen gemacht und wurde durch sein Talent zum Geigen-Gott. Dabei wissen viele nicht, dass Star-Geiger David Garrett (45) einst sogar die Schule geschmissen hat.

In der Schule wurde David Garrett ignoriert

David Garrett (bürgerlich David Christian Bongartz) hatte keine leichte Kindheit. Als Wunderkind versuchten seine Eltern, ihn in der Musikbranche zu vermarkten, und machten Garrett zum Teenie-Star. Mit 14 Jahren erhielt der junge Künstler einen CD-Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon.

In der Schule wurde er durch seinen enormen Erfolg ignoriert. Keine leichte Zeit für ein Kind. Kurz darauf brach der Star-Geiger die Schule im klassischen Sinn ab. Im Interview mit dem Berliner KURIER erinnert sich Garrett: „Ich bin nicht einmal aufs Gymnasium gegangen. Ich hatte Privatunterricht.“

Wie David Garrett schon früher erzählte, war seine Kindheit geprägt von Arbeit. Er bezeichnete sie sogar als „goldenen Käfig“ und trotzdem würde der Musiker an der Vergangenheit nichts umkehren wollen.

David Garrett geht 2026 wieder auf Tour und tritt am <a href="https://www.myticket.de/de/classic-open-air-berlin-tickets">12. Juli im Rahmen der „Classic Open Air 2026“</a> auf dem Berliner Gendarmenmarkt auf.
David Garrett geht 2026 wieder auf Tour und tritt am 12. Juli im Rahmen der „Classic Open Air 2026“ auf dem Berliner Gendarmenmarkt auf.Christoph Hardt/Imago

„Es gibt sicherlich Dinge, die man anders machen könnte. Ich würde allerdings trotzdem lieber die Erfahrung meinem jüngeren Ich geben, auch die Sachen falsch zu machen, denn die Dinge, die man falsch macht, prägen dann doch am meisten“, so der Geiger.

Mit Anfang 20 entschied sich der Künstler für eine neue Herausforderung und kehrte für die Juilliard School in New York Deutschland den Rücken. Dort verbesserte er seine musikalische Ausbildung.

An der Juilliard School in Manhatten lernte auch David Garrett.
An der Juilliard School in Manhatten lernte auch David Garrett.Jimin Kim/imago

Weiter sagt Garrett zum KURIER: „Wenn man den Charakter und die Stärke hat, aus dem negativen Erlebnis die richtigen Konsequenzen und Schlüsse zu ziehen, dann sind falsche Entscheidungen oder Sachen, die nicht funktionieren, viel prägender als alles Positive, was du im Leben erlebst. Insofern würde ich meinem jüngeren Ich einfach sagen: ‚Mach genau dasselbe und ich bin raus.‘“

David Garrett: „Ich bin ein netter Kerl“

Über seinen enormen Erfolg ist sich Garrett bewusst. Aber nicht nur deshalb ist er stolz auf sich, sondern auch, weil er sich als „netten Kerl“ sieht. „Ich bin mit mir als Person sehr im Reinen. Ich bin ein netter Kerl, ich bin jemand, der seine Arbeit liebt, sein Team schätzt und seine Familie liebt“, so Garrett.

Trotzdem ist er sich sicher, dass „man sicherlich immer noch an sich arbeiten kann und dass es noch Luft nach oben gibt“. Deshalb versucht der Geigen-Gott auch, immer an sich zu arbeiten. Vor allem ist ihm aber wichtig, dass er mit sich grundsätzlich zufrieden ist.

Sein enormes Talent zeigt er auch am 12. Juli im Rahmen der „Classic Open Air 2026“ auf dem Berliner Gendarmenmarkt.

Wie lange ist Ihnen David Garrett schon bekannt und wie ist er Ihnen in Erinnerung geblieben? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com