Rundfunk-Reform knallhart

Drei Sender weg! ARD und ZDF stellen Alpha, Tagesschau24 und One ein

Die Öffentlich-Rechtlichen räumen auf: Drei Sender sind Ende des Jahres Geschichte. Künftig bündeln ARD und ZDF ihre Kräfte. Das ändert sich.

Author - Sebastian Krause
Teilen
ARD und ZDF stellen sich neu auf. Dafür werden drei Sender eingestellt.
ARD und ZDF stellen sich neu auf. Dafür werden drei Sender eingestellt.Boris Roessler/dpa

Die Sender machen ernst mit der Reform: ARD alpha, Tagesschau24 und One werden zum 31. Dezember 2026 abgeschaltet. Grundlage ist der Reformstaatsvertrag, der weniger lineare Kanäle und eine engere Kooperation von ARD, ZDF und Deutschlandradio vorsieht.

ARD und ZDF wollen Zusammenarbeit ausbauen

Die Idee: Information, Bildung, Dokus und Inhalte für jüngere Zielgruppen gebündelt aus einer Hand. Parallel wollen ARD und ZDF ihre Zusammenarbeit im Digitalen deutlich ausbauen.

Das sagen die Macher zum neuen Kurs

ZDF-Intendant Norbert Himmler spricht von einer konstruktiven und zukunftsorientierten Zusammenarbeit beider Häuser. ARD-Chef Florian Hager verweist auf Erfolgsmodelle wie Funk oder KiKA, die zeigten, „was ARD und ZDF schaffen können, wenn sie vor allem im Digitalen spezifische Zielgruppen gemeinsam ansprechen“. Das stärke das öffentlich-rechtliche Angebot nachhaltig.

ZDF-Intendant Norbert Himmler spricht von einer konstruktiven und zukunftsorientierten Zusammenarbeit beider Häuser.
ZDF-Intendant Norbert Himmler spricht von einer konstruktiven und zukunftsorientierten Zusammenarbeit beider Häuser.Boris Roessler/dpa

Drei gemeinsame Angebote unter frischen Markennamen

Künftig konzentrieren sich ARD und ZDF auf drei gemeinsam veranstaltete Schwerpunktangebote unter neuen Markennamen: Phoenix als Informationsangebot, Neo als Programm für junge Erwachsene sowie Info als Dokumentationskanal.

Die Angebote sollen Information, Bildung, Dokumentation und Inhalte für jüngere Zielgruppen bündeln. Parallel planen die Sender, ihre Zusammenarbeit im Digitalen auszubauen.

Sender sollen Publikum stärker einbinden

Der Reformstaatsvertrag war am 1. Dezember 2025 in Kraft getreten. Neben dem Abbau von Doppelstrukturen und dem Ende einzelner Spartenprogramme verlangt die Reform auch mehr Zuschauerbeteiligung – die Sender sollen ihr Publikum stärker einbinden.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com