Moderator Stefan Mross während der ARD - Unterhaltungsshow „Immer wieder Sonntags“. Foto: Imago/Star-MEdia

Eigentlich soll die Schlager-Show „Immer wieder Sonntags“ für gute Stimmung sorgen – dafür ist vor allem Schlager-Star Stefan Mross verantwortlich, der die TV-Sause jede Woche moderiert. Doch dieses Mal ging sein Vorhaben, auch die Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu thematisieren, gehörig nach hinten los. Denn: Mross sang ein Soli-Lied – und das störte einige Zuschauer der Show gewaltig.

Stefan Mross will zeigen, dass alle mit den Flut-Opfern fühlen

„Wir haben ganz schlimme Bilder gesehen und viele von Ihnen haben Schlimmes erlebt“, so moderierte der TV-Star seine Sendung an. „Liebe Bürger in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und mittlerweile auch in Bayern, Sachsen bis rüber nach Österreich: Ihr seid nicht alleine da draußen.“ Die Sendung gehe gleich los, doch man wolle zeigen, dass alle mit den Betroffenen mitfühlen. Das gelte für die Gäste der Show und auch für ihn als Gastgeber.

Deshalb gab’s ein Soli-Lied. Im Text hieß es unter anderem: „…glaub daran und warte drauf, bald geht die Sonne wieder auf“ und „Hand in Hand sind Träume plötzlich wahr“. Eine andere Parrage: „Wir ziehen an einem Strang, bauen eure Heimat wieder auf.“ Eigentlich ein nettes Anliegen, doch bei einigen Zuschauern kamen die Zeilen gar nicht gut an – aufgrund des Übergangs zur eigentlichen Show.

Stefan Mross, Sängerin Anna Carina Woitschack und Sänger Bernhard Brink bei der Show „Immer wieder Sonntags“. Foto: Imago/Star-Media

„Sie dürfen spenden für die, die's am nötigsten haben“, sagte Mross. „So, wir haben's jetzt auch nötig. Musik ist oft auch Balsam für die Seele, ist ein Aufräumen in der Seele. Hier kommt unser erster Gast.“

Die Flut wurde erwähnt, doch in der heilen Schlager-Welt ist nicht viel Platz für Katastrophen! Das krisierten auch einige Zuschauer. „Ach herrlich. Die Schlager-Gutmenschen sind wieder am Start. Heile Welt. Spart euch das Lied und spendet einfach, ohne es an die große Glocke zu hängen“, hieß es in einem Kommentar auf Twitter. Ein anderer Nutzer schreibt: „Mit dem Song für die Flutopfer ist das Thema dann auch abgehakt und man kann zurück in die heile Welt des Schlagers.“ Und einer schreibt zum Song: „Dieses Lied hilft den Leuten auch… Glaube die haben wichtigere Sorgen. Peinlich!“