Während Raketenangriffe und Luftraumsperrungen die Golfmetropole erschüttern, tun viele Influencer in Dubai so, als wäre nichts passiert. Im Gegenteil: Sie posten massenhaft fast identische Dubai-Videos, alle mit dem gleichen Text, dem gleichen Pathos und – wie Kritiker sagen – fast schon propagandistischer Message. Und genau das bringt ihnen nun gehörig Ärger ein.
Dubai-Influencer posten identische Videos
Ob Georgina Fleur, Giuliana Farfalla oder Fabio Menner – es sind nur ein paar Namen von Influencern, die alle das gleiche Video posten.
In unzähligen Clips liest man dieselbe Frage: „Du lebst in Dubai. Hast du keine Angst?“ Die Antwort folgt wie aus einem Skript: „Nein, weil ich weiß, wer uns beschützt.“ Dazu die gleiche dramatische Musik, die gleichen patriotischen Schnittbilder und die gleichen Slow-Motion-Bilder der Herrscherfamilie rund um den Emir von Dubai, Muhammad bin Raschid Al Maktum.
Es ist ein regelrechter Trend geworden – westliche Influencer in Dubai posten nahezu identische Videos mit nahezu identischer Botschaft. Der Verdacht liegt nahe: Das ist keine spontane Social‑Media‑Laune, sondern eine Imagekampagne. Und die User merken’s.
Marcel Remus rechnet mit Influencern in Dubai ab
Der „Goodbye Deutschland“-Star und Luxusmakler Marcel Remus, selbst in Dubai vernetzt, holt in einem wütenden Instagram‑Video zum Rundumschlag aus.
Er sagt, Influencer würden „hochprofessionell durch Dubai laufen und erklären, dass alles wunderbar ist“ – und das klinge „ultrakrass auswendig gelernt“.

Auch andere Stimmen im Netz sind genervt: Statt authentischen Einblicken seien Influencer nun zu einem PR‑Instrument der Emirate geworden.
Während einige Influencer das Narrativ „Dubai ist sicher, alles unter Kontrolle“ pushen, herrscht auf anderen Kanälen plötzlich auffällige Stille. Mehrere Influencerinnen löschten emotional aufgeladene Storys wieder und deuteten an, dass sie nicht frei sprechen dürfen.



