Auftritt beim Metal-Fest

Ex-Puhdy Dieter „Maschine“ Birr: Rocker-Rente nach dem „Wacken“?

Mit 82 Jahren steht „Maschine“ Birr vor seinem Wacken-Auftritt. Doch denkt der Rock-Star ans Karriereende? Nein, noch lange nicht!

Author - Florian Thalmann
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Dieter „Maschine“ Birr tritt dieses Jahr beim Metal-Festival Wacken auf. Doch nach der Bühnen-Sensation ist noch lange nicht Schluss!
Dieter „Maschine“ Birr tritt dieses Jahr beim Metal-Festival Wacken auf. Doch nach der Bühnen-Sensation ist noch lange nicht Schluss!Volkmar Otto

Seit Jahrzehnten steht Dieter „Maschine“ Birr auf der Bühne – erst mit den „Puhdys“, jetzt mit Streichquartett. Und doch gibt es immer wieder neue Herausforderungen. Wie diesen Sommer: Im August wird „Maschine“ beim riesigen Metal-Festival „Wacken“ im gleichnamigen Ort in Schleswig-Holstein auftreten (KURIER berichtete). Eine irre Chance, ein ganz neues Publikum zu erreichen – und ein Wunsch, der erfüllt wird. Aber: Kommt nach dem Metal-Fest die Rocker-Rente?

Dieter „Maschine“Birr tritt beim „Wacken“ auf

Ein ehemaliger Puhdy mit Streichern auf der Bühne des größten Metal-Festivals? Das hört sich ziemlich verrückt an – und doch soll es in diesem Jahr endlich passieren: Schon im vergangenen Jahr wollte Dieter „Maschine“ Birr auf dem „Wacken“ auftreten – als Gast des Musikers Hans-Timm Hinrichsen („Santiano“). Doch der Auftritt musste abgesagt werden, weil Hinrichsen erkrankte. Für dieses Jahr fragten die Macher des „Wacken“ einfach Birr direkt, er sagte zu (KURIER berichtete).

Ein völlig neuer Auftritt mit einem völlig neuen Publikum! „Man erreicht in Wacken ja Leute, die sonst vielleicht nie zu einem unserer Konzerte gekommen wären“, sagte Maschine jetzt der „SUPERillu“.

Geht „Maschine“ jetzt in Rocker-Rente?

Ein Gig vor Tausenden Metal-Fans, das Ende der Bühnen-Träume? In dem Interview gibt Birr Entwarnung. „Wer auf der Bühne steht, bleibt in Bewegung, körperlich und im Kopf“, sagt er. „Solange es Spaß macht und der Körper mitspielt, ist Aufhören keine Option.“ Rocker-Rente? Nee, danke!

Sänger Dieter "Maschine" Birr als Puhdys-Frontmann.
Sänger Dieter "Maschine" Birr als Puhdys-Frontmann.dpa/Jens Wolf

Wacken werde definitiv anders. Und auch eine kleine Prüfung für den Musiker: Zeit für eine Probe ist urlaubsbedingt nämlich nicht, vor dem großen Konzert muss der Soundcheck reichen. Seine Streicher seien sicher gewesen, dass sie nicht proben müssen – und er selbst kenne seine Songs ja sowieso in- und auswendig, sagt er.

Maschine war selbst übrigens nie als Besucher auf so einem Festival. „Die ‚Zelt im Schlamm‘-Nummer hab ich mir gespart. Ich mag es konzentriert: ein Abend, eine Band. Festivals ja, aber am liebsten auf der Bühne.“

So macht sich Dieter „Maschine“ Birr fit für „Wacken“

Damit er fit ist für den Auftritt, wird übrigens sogar trainiert. Im Moment fährt er viel Rad, verrät der 82-Jährige. Als er an Borreliose erkrankte, sei er geschwächt gewesen, der Physiotherapeut riet zum Hometrainer. Heute fühlt er sich bestens, sagt Dieter „Maschine“ Birr. Vorher geht es mit Frau Sylvia noch auf einen Städtetrip nach Rom – und dann hoffentlich entspannt, fit und gesund auf die „Wacken“-Bühne. Und danach? Bis zum Jahr 2040 sei er ausgeplant, sagte „Maschine“ der SUPERillu.

Auf das Metal-Festival freut er sich. „Wir haben Respekt! In dieser einen Stunde müssen wir abliefern. Aber ich weiß, dass wir die Bühne rocken werden: Wir bereiten uns vor – und dann gehen wir raus und geben alles“, sagte er.

Und, wer weiß: Vielleicht offenbart sich nach dem Auftritt ja eine völlig neue Musikrichtung? Dem KURIER hatte er schon vor Monaten verraten: „Ich bin zwar kein Heavy-Metal-Musiker, aber vielleicht probiere ich das auch mal aus. Ich bin ja stets offen für etwas Neues.“