Wacken Open Air

Billigeres Bier, schlammfeste Wege – so neu wird Wacken 2026

Zum 35. Jubiläum des  Heavy‑Metal‑Festivals wird der Bierpreis gesenkt. Und es gibt einige Neuerungen auf dem Open-Air-Gelände in Schleswig-Holstein

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Das Wacken Open Air (WOA) in Schleswig-Holstein gilt als größtes Heavy-Metal-Festival der Welt.
Das Wacken Open Air (WOA) in Schleswig-Holstein gilt als größtes Heavy-Metal-Festival der Welt.Axel Heimken / dpa

Diese Nachricht wird Wacken-Fans begeistern! Zum 35. Jubiläum des legendären Heavy‑Metal‑Festivals überraschen die Veranstalter die Besucher mit einer kleinen Sensation: Der Bierpreis sinkt! Und es gibt einige hilfreiche Neuerungen auf dem Gelände.

Festivalgründer wollen „einen ausgeben“

Wie BILD berichtet, fällt der Literpreis beim Wacken Open Air in diesem Jahr um satte 70 Cent auf 13,80 Euro.  „Das Jubiläum steht an. Dafür möchten Holger und ich noch mal einen ausgeben – wie sich das bei uns auf dem Dorf so gehört“, sagte Festivalgründer Thomas Jensen dem Blatt. Holger ist Holger Hübner, der die Heavy-Metal-Sause in Schleswig-Holstein mitgegründet hat.

Die Wacken-Open-Air-Gründer Thomas Jensen (59, links) und Holger Hübner (59) wollen „einen ausgeben“ - und haben den Bierpreis gesenkt.
Die Wacken-Open-Air-Gründer Thomas Jensen (59, links) und Holger Hübner (59) wollen „einen ausgeben“ - und haben den Bierpreis gesenkt.Marcus Brandt/dpa

Das alles wird neu bei Wacken Open Air 2026

Nicht die einzige Überraschung, die sich Veranstalter ausgedacht haben. Nach dem Matsch-Fiasko von 2023, als Metalheads teilweise knietief im Morast versanken, gibt es nun einige Neuerungen. Die Veranstalter investieren mehr als eine halbe Million Euro in das Gelände, auf dem vom 29. Juli bis 1. August das Festival stattfindet.

10.000 Quadratmeter vor den beiden Hauptbühnen werden mit Platten ausgelegt, ein Sechstel der gesamten Fläche. Wacken bleibt zwar Open Air, aber Jensen verspricht: „Wir wollen den Holy Ground schützen – und die Fans gleich mit.“ Ein fester Boden für ein Viertel der erwarteten 85.000 Besucherinnen und Besucher.

Sichere Wege mit Beleuchtungs-System

Damit die Fans rechtzeitig vor der Bühne sind, wenn die erste Gitarre aufheult, wird das Wegenetz massiv ausgebaut: Die Strecken, die sich im vergangenen Jahr in rutschige Schlammpisten verwandelt hatten, werden großflächig befestigt. Rund 6,7 Kilometer sollen temporär stabilisiert werden – mehr als doppelt so viel wie 2024. Dazu kommt ein neuer geschotterter Rettungsweg von 800 Metern Länge.

Die Hauptwege sollen mit verschiedenfarbigen Lichterketten ausgestattet werden, so dass keiner mehr orientierungslos durch die Dunkelheit stolpern muss. Jede fünfte Birne bekommt eine andere Farbe – ein kleines Detail, das aber gerade nach ein paar „beeinträchtigenden Getränken“ den Weg zurück zum Zelt deutlich erleichtern dürfte.

Erleichterungen für Rollstuhlfahrer

Auch die Barrierefreiheit wird ausgebaut. Der inklusive „Wheels-of-Steel“-Bereich wächst auf 3.500 Quadratmeter, viermal so viel befestigte Fläche wie bisher. Ein deutlicher Schritt, um Menschen im Rollstuhl das Festivalerlebnis zu erleichtern.

Ende Juli wird Wacken also wieder zum Mekka der Metalheads. Auf den acht Bühnen stehen unter anderem Judas Priest, Def Leppard, Powerwolf, Hämatom, In Flames, Saxon, Heavysaurus, Uli Jon Roth, Arch Enemy, Yngwie Malmsteen und Rose Tattoo. Auch Puhdys-Star Dieter „Maschine“ Birr soll dieses Jahr dabei sein. Gegen ein bisschen Schlammschlacht werden viele der Wacken-Fans sicherlich nichts haben – und das dann sogar mit etwas günstigerem Bier.