Ist Sebastian Paul wirklich der schlechteste Bachelor aller Zeiten - und das nur, weil er auf sein Herz hört und eine polarisierende Entscheidung trifft? Das Verhalten von Sebastian sorgt bei „Die Bachelors“ für reichlich Gesprächsstoff. Die einen loben den 33-Jährigen für seine Aktion, die anderen kritisieren ihn. Denn: Natürlich soll sich der Bachelor verlieben, genau das wollen wir Zuschauer sehen - doch wenn jeder Bachelor, der sich verliebt, die Show abbrechen würde, hätte RTL ein gewaltiges Problem. Und dann hätten auch wir Zuschauer irgendwann keine Freude mehr an der Sendung.
Achtung, Spoiler!
Eklat bei „Die Bachelors“: Kandidatin Franzi rechnet mit Sebastian ab
Kandidatin Franzi ist es, die in Folge sieben von „Die Bachelors“ Klartext spricht: „Das ist der schlechteste Bachelor, den ich jemals gesehen habe!“ Aus ihr spricht in diesem Moment ganz eindeutig die Enttäuschung. Zuvor hat Sebastian seinen Frauen nämlich verkündet, dass er an diesem Abend keine Rosen verteilen kann und über alles nachdenken muss. Der Grund: Seine starken Gefühle für Nadja, die er bisher als einzige Kandidatin geküsst hat.
Sebastian trägt sein Herz nicht gerade auf der Zunge, lässt sich aber durchaus anmerken, dass er überwiegend an Nadja interessiert ist und die anderen Kandidatinnen keine echte Chance mehr bei ihm haben. Das merken auch die Frauen selbst, die immer wieder anzweifeln, dass Sebastian überhaupt noch mit einer anderen Kandidatin Nähe zulassen kann. Sebastian leugnet das zunächst, will vielleicht selbst nicht wahrhaben, was da gerade passiert.

Doch irgendwann kommt der Sport- und Ernährungscoach selbst ins Grübeln und entscheidet sich dann dafür, vorerst keine Rosen mehr zu verteilen. Seine Kandidatinnen sind schockiert und machen ihrem Ärger Luft. Es sei unfair, dass Sebastian keiner anderen Frau mehr die Möglichkeit gibt, ihn näher kennenzulernen. Während dieser Diskussion fällt auch der Satz von Franzi, Sebastian sei der schlechteste Bachelor, den sie jemals gesehen hat.
Zwischen echten Gefühlen und TV‑Drehbuch: Wie authentisch ist „Der Bachelor“?
Bewertet man lediglich die Rolle des Bachelos, trifft diese Aussage gewissermaßen zu. Das Konzept der Sendung besagt, dass der Bachelor mehrere Frauen gleichzeitig datet und dann am Ende eine von ihnen auswählt, in die er sich bestenfalls verliebt hat. Der Satz „Ich habe mich in dich verliebt“ fiel bisher in fast jedem Finale. Dass sich Sebastian verknallt hat, ist also nichts Besonderes. Warum also ist dieses Mal alles anders? Vielleicht, weil Sebastians Gefühle wirklich echt sind – im Gegensatz zu den Gefühlen der vorherigen Bachelors?
Ex-Bachelor Daniel Völz verriet gegenüber dem Berliner KURIER, wie es wirklich am Set zugeht: „Ich weiß noch, damals zu meiner Zeit als Bachelor hat mir mein Vorgänger erzählt, dass er sich mit der Entscheidung sehr schwer getan hat, weil er sich nicht verliebt hat. Dann wurde ihm von der Produktion gesagt: ‚Pass auf, es geht nicht darum, dass du dich verliebst oder darum, dass das für die Ewigkeit hält. Es ist ein Spiel und es muss eine Gewinnerin geben!‘ Das ist nun mal das Konzept der Sendung. Das größte Problem ist, dass von der Produktion immer wieder auf einen eingeredet wird und man immer wieder gefragt wird: ‚Bist du dir wirklich sicher, dass du so entscheiden willst?‘ Und selbst, wenn man sich sicher ist, kommt dann: ‚Aber bist du dir wirklich sicher?‘ Dann fängt man irgendwann an, sich selbst zu hinterfragen.“
Daniel beteuert, er habe sich damals in seine Gewinnerin Kristina Yantsen tatsächlich verliebt. Nur Bachelor Sebastian Preuss verteilte 2020 keine Rose an eine Frau, weil er mit seinen Gefühlen eben noch nicht so weit war – ein besonders ehrlicher Moment, der die Zuschauer beeindruckt hat. Ganz so manipulierend scheint die Produktion dann also doch nicht vorzugehen. Laut Daniel Völz gebe es auch keine Pflicht, die letzte Rose zu vergeben.
„Die Bachelors“-Zuschauer gespalten: Kritik und Lob für Sebastians Verhalten
Einige User geben Franzi trotzdem recht und bemängeln Sebastians Verhalten:
- „Sorry, aber da habt ihr euch echt mit Sebastian keinen guten Bachelor ausgesucht, überhaupt nicht fair.“
- „Also mit Seb habt ihr euch ein Eigentor geschossen. Er hat das Konzept 0 verstanden. Direkt auf Nadjas mädchenhafte Getue abgefahren. Die anderen Frauen hat man nur noch als Komparsen gesehen. Finde das gegenüber den Zuschauern und den Frauen nicht gut. Hoffe er bekommt eine Vertragsstrafe.“
Die meisten Zuschauer scheinen aber genau solch einen Bachelor nach 16 Staffeln gebraucht zu haben: Einen Mann, der eben doch ein Problem damit hat, mehrere Frauen gleichzeitig zu daten, und nur EINE will. Sebastian erfüllt das, was sich wohl jede Frau wünscht, die an der Show teilnimmt: Dass der Bachelor für sie alles abbricht und mit ihr in den Sonnenuntergang reitet.
- „Endlich mal ein authentischer Bachelor, der auf seine Gefühle hört und nicht jede Frau abknutscht, sondern wirklich auf der Suche nach der Liebe ist.“
- „Wenn Sebastian das durchgezogen hat, großen Respekt dafür. So sollte ein Mann handeln! Ein Unikat der heutigen Zeit!“
- „RTL, ich feiere euch, dass ihr das zugelassen habt und Sebastian noch viel mehr!!! Im Zeichen der Liebe, das wollen wir sehen und keine Fakegeschichten!! Danke.“

Spoiler: In Folge sieben bricht Sebastian lediglich die Nacht der Rosen ab. Von einem Insider weiß der Berliner KURIER aber, dass in den kommenden Folgen noch ein Abbruch der Show folgt. Auch darüber, ob Sebastian und Nadja nach den Dreharbeiten ein Paar wurden, hat der KURIER bereits Infos.





