Was passiert wirklich, wenn der Bachelor die Show abbricht? Eine Frage, die sich aktuell die Zuschauer stellen. Schon seit Wochen ist bekannt, dass einer der beiden Protagonisten der aktuellen Staffel „Die Bachelors“ die Liebessuche abbricht, weil er sich bereits in eine der Kandidatinnen verliebt hat und nicht weiter daten will - der Berliner KURIER berichtete damals zuerst. Ex-Bachelor Daniel Völz verrät jetzt, ob der Bachelor damit gegen seinen Vertrag verstößt bzw. seine Gage einbüßen muss.
Bachelor-Abbruch: Insider spricht über mögliche Geld-Strafe für Sebastian
In Folge sieben, die schon auf RTL+ abrufbar ist, kündigt sich das Drama bereits an. Sebastian zweifelt daran, dass er sich emotional auf weitere Frauen einlassen kann – die Gefühle für Nadja sind zu groß.
Die Situation, dass ein Bachelor die Show abbricht, tritt so zum ersten Mal ein. Bisher gab es lediglich einen Bachelor - Sebastian Preuss - der im Finale der Staffel von 2020 keine Rose vergab, weil seine Gefühle für keine der Frauen ausreichten. Die Show zog er trotzdem bis zum Schluss durch. Sebastian hingegen soll mittendrin abbrechen, nach Yanas freiwilligem Auszug aus der Villa sind eigentlich noch fünf Frauen im Rennen. Doch Sebastian hat nur Augen für Nadja.
Dadurch, dass Sebastian vorzeitig abbrechen soll, würde er seine Rolle als Bachelor nicht weiter erfüllen und nicht mehr weiterdrehen. Tim Reitz müsste als alleiniger Bachelor weitermachen.
Während Ex-Bachelor Felix Stein keine Details darüber kennt (oder nicht verraten will), ob dem Bachelor so etwas wie eine Vertragsstrafe droht, ist Daniel Völz gegenüber dem Berliner KURIER schon etwas gesprächiger.

Der Synchronsprecher und TV-Darsteller war 2018 der Bachelor. Er glaubt, dass der Show-Abbruch Konsequenzen für Sebastian haben könnte: „Niemand wird da festgehalten, jeder darf nach Hause gehen, wenn er will. Aber man verzichtet womöglich auf einen Teil der Gage. Es muss ja irgendwelche Repressalien geben. Wir sprechen hier nicht von einer Riesensumme. Die teilnehmenden Frauen bekommen noch weniger, das liegt im dreistelligen Bereich. Aber natürlich gibt es eine Gage. Was hätte der Bachelor sonst für einen Anreiz, das Ganze bis zum Ende durchzuziehen und nicht aufzuhören, wenn er keine Lust mehr hat?“, erzählt Daniel. „Ich habe damals gut verhandelt, weil ich argumentiert habe, dass es sich für mich rechnen muss, wenn ich mir quasi zwei Monate frei nehme.“
Ex-Bachelor Daniel Völz packt aus: So knallhart sind die Verträge hinter den Kulissen
Daniel hatte zu Beginn seiner Zeit als Bachelor bereits Erfahrungen mit der Medienbranche. Seine Mutter, sein Großvater und sein Onkel sind oder waren als Schauspieler und Synchronsprecher tätig. Der 41-Jährige hatte sogar einen Anwalt, der ihm anfangs von dem Vertrag bei „Der Bachelor“ abgeraten hat. „Mein Medienanwalt hat sich damals den Vertrag durchgelesen und meinte nur, er habe dabei ziemliches Bauchweh. Andererseits meinte er: ‚Was willst du machen? Wenn du da mitmachen willst, gibt es am Vertrag nicht viel zu rütteln.‘ Ich habe damals ein paar Sachen abändern lassen, zum Beispiel, dass ich mein Handy behalten darf.“
Detaillierte Vertragsinhalte will Daniel Völz nicht preisgeben - zumal sich im Laufe der vergangenen Jahre die Produktionsfirma geändert hat und nicht klar ist, inwiefern die Verträge noch wie damals sind. Trotzdem gibt er preis, dass es so etwas wie eine Pflicht-Rose im Bachelor-Finale nicht gibt: „Ein Muss, die letzte Rose am Ende vergeben zu müssen, gibt es als Bachelor nicht. Es geht um das generelle Verständnis dafür, dass man an diesem Spiel teilnimmt, dass man sich den Regeln bewusst ist und dass man dem Format nicht schadet. Bei der Rauswahl der Kandidatinnen lässt einem die Produktionen absolut freie Wahl, man muss aber seine Entscheidung verantworten und begründen können.“
Der Berliner KURIER hat beim Sender RTL um ein Statement zu den Aussagen von Daniel Völz gebeten und folgende Antwort einer RTL-Sprecherin erhalten: „Über Theorien rund um den Bachelor wird seit der ersten Rose diskutiert – und wahrscheinlich wird sich das auch nie ändern. Das gehört bei einem Format, das seit vielen Jahren die Zuschauerinnen und Zuschauer bewegt, einfach dazu.“
Wollen Sie mehr darüber wissen, mit welchen Tricks am Set von „Die Bachelors“ gearbeitet wird, dann lesen Sie den ersten Teil unseres Interviews mit Ex-Bachelor Daniel Völz.



