Eine Gurke, die mehr kann als nur Salat? Wer alte DDR-Kochsendungen kennt oder in klassischen Kochbüchern geblättert hat, ist unweigerlich auf Kurt Drummer gestoßen. Der Fernsehkoch stand für eine Küche ohne Allüren, verständlich erklärt und konsequent alltagstauglich. Effekte waren ihm egal, entscheidend war das Ergebnis auf dem Teller. Die Überraschungsgurke ist ein Musterbeispiel für diesen Ansatz und zeigt, warum seine Rezepte bis heute funktionieren.
Pfiffige Gurken-Vorspeise von Kurt Drummer
Der Name klingt kurios, doch dahinter verbirgt sich eine pfiffige Vorspeise. Eine grüne Gurke wird nicht einfach geschnitten, sondern mariniert und mit Quark gefüllt. Außen frisch und würzig, innen cremig – daher der Überraschungseffekt. Genau solche Gerichte waren typisch für Kurt Drummer: gut vorzubereiten, preiswert und ideal für kalte Platten, das Abendbrot oder Gäste.
Besonders wichtig war ihm der korrekte Umgang mit Lebensmitteln. In seinem Kochbuch weist er ausdrücklich darauf hin, grüne Gurken vor der Verarbeitung immer an beiden Enden zu kosten, um bittere Stellen rechtzeitig zu erkennen und wegzuschneiden. Nach seiner Erfahrung schmeckten Gurken mit glatter Schale häufiger bitterer als solche mit warziger oder stachliger Oberfläche. Dieser kleine Hinweis zeigt, wie ernst er Küchenhandwerk nahm – selbst bei einer simplen Zutat. Hier ist nun sein Rezept für die Überraschungsgurke!
Zutaten für Kurt Drummers Überraschungsgurke
Für die klassische Überraschungsgurke benötigt man eine mittelgroße grüne Gurke, etwa dreihundert Gramm Kräuterquark oder Tomatenquark, etwas neutrales Öl, Essig sowie Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker.
Zubereitung: So machen Sie Überraschungsgurke
Zunächst wird die Gurke geschält. Wer die Schale mag und eine Bio-Gurke verwendet, kann auch auf das Schälen verzichten. Anschließend wird die Gurke in größere, möglichst gleichmäßige Stücke geschnitten. Diese Stücke werden nun vorsichtig ausgehöhlt, am besten mit einem kleinen Löffel. Wichtig ist, dass der Rand dick genug bleibt, damit die Gurken später stabil stehen und sich gut füllen lassen.

Für die Marinade rührt man aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer und einer kleinen Prise Zucker eine kräftige Salattunke an. Sie sollte ausgewogen, aber deutlich gewürzt sein. In diese Marinade legt man die ausgehöhlten Gurkenstücke kurz ein und lässt sie danach gut abtropfen, damit die Füllung später nicht verwässert.
Nun werden die Gurken mit Kräuterquark oder Tomatenquark gefüllt. Das gelingt am besten mit einem Teelöffel. Die Oberfläche wird glatt gestrichen, gern darf die Füllung aber auch leicht über den Rand hinausragen. Vor dem Servieren stellt man die Überraschungsgurken kalt, damit sie gut durchziehen und frisch schmecken.

