Bin ich oder bin ich nicht ...? Die Frage, ob das, was man da erlebt hat, wirklich ein Orgasmus war, ist laut dem Frauenmagazin Jolie nicht ungewöhnlich. Vulven sind demnach in der Lage, 14 unterschiedliche Arten von Höhepunkten zu erleben, manche selbstverständlich intensiver als andere. Wenn Sie also wissen wollen, ob Sie eben einen Orgasmus erlebt haben oder nicht, achten Sie auf folgende Anzeichen.
Ein Orgasmus löst Spannungen durch Muskelkontraktionen
Ein guter Vergleich ist ein Nieser: Es baut sich ganz viel Spannung auf, die sich dann explosionsartig entlädt. Genau so fühlt sich ein Orgasmus an. Natürlich gibt es auch kleinere Nieser, genauso wie es unscheinbarere Orgasmen gibt. Es gibt immer eine Skala – und so kann man es sich eben auch bei Orgasmen vorstellen.
Das ist auch für Ihren Partner spürbar: Wenn sich die Spannung in Ihrem Körper entlädt, geschieht das durch schnelle Muskelkontraktionen. Dabei ziehen sich Muskeln im Körper zusammen und entspannen sich wieder, manche fangen sogar an, unkontrolliert zu zittern. Das können Sie in der Vagina, im Po, in den Oberschenkeln oder auch im Bauch spüren.

Ein weiteres Anzeichen, dass Sie eben einen Orgasmus erlebt haben, ist, dass Sie sich zufrieden und entspannt fühlen. Ein sexueller Höhepunkt löst die Ausschüttung von Glückshormonen wie Oxytocin und Dopamin aus. Das sorgt für ein sehr gutes Gefühl. Es kann außerdem sein, dass Sie mehr in Kuschel- als in Sexstimmung sind. Denn durch den Orgasmus werden auch sogenannte Bindungshormone ausgeschüttet.
Hormone machen es uns nach dem Orgasmus kuschelig
Apropos Kuschelstimmung: Ein Orgasmus sorgt auch dafür, dass Sie danach eventuell so gar keine Lust haben, im Intimbereich berührt zu werden. Denn der fühlt sich im Nachhinein oft hochsensibel an und Berührungen empfinden viele als unangenehm. Wollen Sie nach dem Orgasmus weiterhin Sex haben, bietet es sich darum an, sich zumindest für ein paar Minuten auf andere Körperregionen zu konzentrieren. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Manche finden gerade dieses Gefühl von „zu viel“ besonders erregend. Sogenannte Überstimulation kann man im Einvernehmen beider Partner daher auch ins Sexleben einbinden.

Nach einem Orgasmus fühlt man sich aber nicht nur zufrieden und kuschelig, sondern auch müde. Das kennen Sie vielleicht von dem Klischee, dass Männer nach dem Sex schlagartig einschlafen. Doch auch Frauen macht ein Orgasmus müde. Haben Sie also Probleme, einzuschlafen, kann es eine gute Idee sein, noch mal selbst Hand anzulegen.


