Ohne Gift

Unkraut in Fugen entfernen: 6 natürliche Hausmittel, die wirklich wirken

Unkraut zwischen Plastersteinen, in Einfahrten und auf Terrassen bekämpfen mit Backpulver, Essig und Salz. So machen Sie es richtig und nachhaltig

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Unkraut findet immer einen Weg, zu sprießen. Mit unseren Tipps bekommen Sie es auch langfristig los.
Unkraut findet immer einen Weg, zu sprießen. Mit unseren Tipps bekommen Sie es auch langfristig los.Igor Radchenko / Zoonar / Imago

Immer wieder ein Ärgernis! Unkraut sprießt aus jeder noch so kleinen Fuge, zwischen Plastersteinen, in der Gargeneinfahrt, entlang von Gehwegen, auf der Terrasse. Die gute Nachricht: Man braucht weder Gift noch teure Spezialmittel, um das Unkraut zu killen. Viele Hausmittel wirken durchaus gut und nachhaltig – wenn man sie richtig einsetzt.

1. Erst mal Hand anlegen

Der wichtigste Schritt, auch wenn es mühsam ist: Unkraut so gründlich wie möglich per Hand herausziehen . Entscheidend ist, die Wurzel zu erwischen. Bleibt sie im Boden, treibt die Pflanze wieder aus. Ein Fugenkratzer oder ein schmales Messer hilft, tief in die Ritzen zu gelangen. Je sauberer die Fläche danach ist, desto besser wirken die weiteren Methoden.

Auch wenn es mühsam ist. Unkraut in Fugen sollte man zuerst herausziehen, bevor man es mit den Hausmitteln behandelt.
Auch wenn es mühsam ist. Unkraut in Fugen sollte man zuerst herausziehen, bevor man es mit den Hausmitteln behandelt.Steinach / Imago

2. Kochendes Wasser – der Unkraut-Schocker

Kochendes Wasser zerstört die Zellstrukturen der Pflanze sofort. Die Blätter werden matschig, die Stängel knicken ein. Allerdings erreicht die Hitze die tieferen Wurzeln nicht vollständig. Das bedeutet: Für hartnäckige Pflanzen muss man die Behandlung wiederholen oder mit einer zweiten Methode kombinieren. Vorteil: absolut chemiefrei und sofort wirksam.

3. Backpulver – der Feuchtigkeitskiller

Backpulver enthält Natriumhydrogencarbonat – und das wirkt wie ein Trocknungsbeschleuniger. Es entzieht der Pflanze Wasser, bis sie regelrecht austrocknet. Man kann es direkt auf die Fugen streuen oder mit Wasser mischen und aufsprühen. Wichtig ist trockenes Wetter, damit der Wirkstoff nicht weggespült wird. Ideal für kleine, junge Unkräuter.

Backpulver taugt auch zur Unkraut-Vernichtung, es entzieht den Pflanzen Feuchtigkeit.
Backpulver taugt auch zur Unkraut-Vernichtung, es entzieht den Pflanzen Feuchtigkeit.Imago

4. Salz – aber bitte verdünnen

Salz entzieht Pflanzen ebenfalls Feuchtigkeit. Es wirkt zuverlässig, kann aber bei Überdosierung Pflastersteine angreifen. Besonders Naturstein reagiert empfindlich: Er kann ausbleichen, bröckeln oder langfristig Schaden nehmen. Deshalb sollte Salz nur stark verdünnt eingesetzt werden – etwa ein Teil Salz auf drei Teile Wasser – und ausschließlich punktuell.

5. Essig – als gezielte Säureattacke

Weißer Haushaltsessig greift die Zellstruktur der Pflanzen an. Die Blätter trocknen aus, die Pflanze stirbt ab. Ein paar Tropfen Spülmittel im Essigwasser sorgen dafür, dass die Mischung besser haftet und nicht sofort abperlt. Alle zwei Wochen wiederholen, bis die Fugen dauerhaft sauber bleiben. Vorsicht: Essig wirkt auch auf andere Pflanzen – also gezielt sprühen. 

Achtung: Alle genannten Hausmittel wirken nicht nur auf Unkraut, sondern auch auf Blumen und andere Pflanzen. Also immer gezielt nur die Fugen behandeln.

6. Bodendecker – die langfristige Lösung

Wer langfristig Ruhe haben will, kann die Fugen nach dem Entfernen des Unkrauts mit niedrig wachsenden Pflanzen begrünen. Bodendecker nehmen dem Unkraut Licht, Platz und Nährstoffe weg. Besonders geeignet sind robuste Sorten wie Sedum, Kriechmispel oder Korsische Minze. Sie wachsen flach, sehen hübsch aus und verhindern, dass sich neue Unkräuter breitmachen.

Wie beseitigen Sie lästiges Unkraut? Haben Sie spezielle Tipps und Tricks, die Sie uns verraten wollen? Bitte schreiben Sie uns an leser-bk@berlinerverlag.com