Eine Marke, ein Motor, zwei verschiedene Autos. Dem Subaru Impreza und dem Subaru Crosstrek sieht man aber an, dass sie Brüder sind. Beide mit 2.0ie-Motor, mit 136 PS, beide wie bei Subaru gewohnt mit Allradantrieb. Der eine ein klassischer Kompakter, der andere ein SUV mit Outdoor-Image. Wir sind beide gefahren.
Wie sie aussehen: Der Impreza wirkt etwas biederer, unauffälliger. Die Linien, die Form der Fenster und Scheinwerfer sind gleich. Der Crosstrek aber rollt mit Kunststoffbeplankungen, bulliger Front und SUV-Optik dynamischer und moderner daher. Beide Autos sind fast gleich lang, der Impreza (4,49 Meter) fällt dank anderer Stoßfänger nur fünf Millimeter kürzer aus. Optische Täuschung: Obwohl der Crosstrek 8,5 Zentimeter höher ist, gelang den Designern das Kunststück, ihn flacher wirken zu lassen.
Der Crosstrek bietet die SUV-typische erhöhte Sitzposition
Wie man drinsitzt: Sehr gut, auch wenn man über 1,90 Meter groß ist. Fahrer und Passagiere profitieren um auf 2,67 angewachsenen Radstand. Der Crosstrek bietet die SUV-typische erhöhte Sitzposition. Vorteil: bessere Übersicht, leichter Einstieg. Das Cockpit solide, aber nüchtern mit viel Kunststoff. Das Cockpit mit dem 11,6-Zoll-Display ist jeweils das gleiche.

Wie man fährt: Hier nehmen sich beide nicht viel. Gleicher Motor (2.0-Liter-Boxer), gleiche PS-Zahl. (136 PS). Der Impreza (199 km/h) ist 1 km/h schneller, auch bei der Beschleunigung liegt er leicht vorne: 10,6 Sekunden gegen 10,8 Sekunden. Beides sind keine Sportwagen. Ein 18 PS starker Elektromotor unterstützt zwar beim Beschleunigen. Soll es zügiger vorangehen, sind aufgrund fehlender Turboaufladung aber hohe Drehzahlen nötig – und das macht es lauter. Der Impreza fühlt sich komfortabler an, der Crosstrek etwas träger in Kurven. Vorteil Impreza: direkter, liegt tiefer, wirkt agiler. Beide mit Allrad – stark bei Regen, Schnee.
Was reinpasst: Lademeister sind beide nicht. 315 Liter sind überschaubar, rund 1300 Liter passen bei umgeklappten Rücksitzen in beide Autos. Auch der Crosstrek ist trotz SUV-Optik kein Raumwunder. Dank der höhergelegten Karosserie und der etwas breiteren Öffnung ist er einfacher zu beladen.
Der Subaru Impreza ist die klassische Kompakt-Alternative
Was sie bieten: Viel Sicherheit ohne Aufpreis. Dazu gehören Spurhalteassistent, Anfahr-Kollisionswarner, Ausweich- und Notbremsassistent, adaptive Abstandsregelung, Totwinkelwarner, Spurwechsel-, Totwinkel- und Querverkehr-Assistent. Da zahlt man bei der deutschen Konkurrenz oft extra.

Was sie kosten: Den Impreza überraschend 500 Euro teurer. Hier starten die Preise ab 35.260 Euro. Beim Crosstrek liegen die Einstiegspreise bei 34.790 Euro. Dafür verbracht der Impreza weniger: Er schluckt 7,3 Liter Super auf 100 Kilometer, der Crosstrek nimmt 0,4 Liter mehr.


