Subaru im Doppeltest

Subaru Impreza vs. Crosstrek – ein Bruder-Duell mit 136 PS

Zwei Brüder, ein Herz aus Boxer-Power! Subaru Impreza gegen Crosstrek: Wer macht das Rennen?

Author - Stefan Henseke
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Auch schlammiges Gelände bewältigt der Subaru Crosstrek. Er ist höhergelegt, hat wie bei Subaru üblich Allradantrieb.
Auch schlammiges Gelände bewältigt der Subaru Crosstrek. Er ist höhergelegt, hat wie bei Subaru üblich Allradantrieb.Andre Tillmann/Subaru

Eine Marke, ein Motor, zwei verschiedene Autos. Dem Subaru Impreza und dem Subaru Crosstrek sieht man aber an, dass sie Brüder sind. Beide mit 2.0ie-Motor, mit 136 PS, beide wie bei Subaru gewohnt mit Allradantrieb. Der eine ein klassischer Kompakter, der andere ein SUV mit Outdoor-Image. Wir sind beide gefahren.

Wie sie aussehen: Der Impreza wirkt etwas biederer, unauffälliger. Die Linien, die Form der Fenster und Scheinwerfer sind gleich. Der Crosstrek aber rollt mit Kunststoffbeplankungen, bulliger Front und SUV-Optik dynamischer und moderner daher. Beide Autos sind fast gleich lang, der Impreza (4,49 Meter) fällt dank anderer Stoßfänger nur fünf Millimeter kürzer aus. Optische Täuschung: Obwohl der Crosstrek 8,5 Zentimeter höher ist, gelang den Designern das Kunststück, ihn flacher wirken zu lassen.

Der Crosstrek bietet die SUV-typische erhöhte Sitzposition

Wie man drinsitzt: Sehr gut, auch wenn man über 1,90 Meter groß ist. Fahrer und Passagiere profitieren um auf 2,67 angewachsenen Radstand. Der Crosstrek bietet die SUV-typische erhöhte Sitzposition. Vorteil: bessere Übersicht, leichter Einstieg. Das Cockpit solide, aber nüchtern mit viel Kunststoff. Das Cockpit mit dem 11,6-Zoll-Display ist jeweils das gleiche.

Die Linien des Subaru Impreza sind ähnlich wie die des Crosstrek, der Kompaktwagen liegt nur flacher auf der Straße.
Die Linien des Subaru Impreza sind ähnlich wie die des Crosstrek, der Kompaktwagen liegt nur flacher auf der Straße.Andre Tillmann/Subaru

Wie man fährt: Hier nehmen sich beide nicht viel. Gleicher Motor (2.0-Liter-Boxer), gleiche PS-Zahl. (136 PS). Der Impreza (199 km/h) ist 1 km/h schneller, auch bei der Beschleunigung liegt er leicht vorne: 10,6 Sekunden gegen 10,8 Sekunden. Beides sind keine Sportwagen. Ein 18 PS starker Elektromotor unterstützt zwar beim Beschleunigen. Soll es zügiger vorangehen, sind aufgrund fehlender Turboaufladung aber hohe Drehzahlen nötig – und das macht es lauter. Der Impreza fühlt sich komfortabler an, der Crosstrek etwas träger in Kurven. Vorteil Impreza: direkter, liegt tiefer, wirkt agiler. Beide mit Allrad – stark bei Regen, Schnee.

Was reinpasst: Lademeister sind beide nicht. 315 Liter sind überschaubar, rund 1300 Liter passen bei umgeklappten Rücksitzen in beide Autos. Auch der Crosstrek ist trotz SUV-Optik kein Raumwunder. Dank der höhergelegten Karosserie und der etwas breiteren Öffnung ist er einfacher zu beladen.

Der Subaru Impreza ist die klassische Kompakt-Alternative

Was sie bieten: Viel Sicherheit ohne Aufpreis. Dazu gehören Spurhalteassistent, Anfahr-Kollisionswarner, Ausweich- und Notbremsassistent, adaptive Abstandsregelung, Totwinkelwarner, Spurwechsel-, Totwinkel- und Querverkehr-Assistent. Da zahlt man bei der deutschen Konkurrenz oft extra.

Auch Innen sind sich Impreza und Crosstrek sehr ähnlich. Das Cockpit mit dem 11,6-Zoll-Display ist jeweils das gleiche.
Auch Innen sind sich Impreza und Crosstrek sehr ähnlich. Das Cockpit mit dem 11,6-Zoll-Display ist jeweils das gleiche.Andre Tillmann/Subaru

Was sie kosten: Den Impreza überraschend 500 Euro teurer. Hier starten die Preise ab 35.260 Euro. Beim Crosstrek liegen die Einstiegspreise bei 34.790 Euro. Dafür verbracht der Impreza weniger: Er schluckt 7,3 Liter Super auf 100 Kilometer, der Crosstrek nimmt 0,4 Liter mehr.

Fazit: Der Impreza ist der nüchterne Allrounder: solide, unaufgeregt. Der Crosstrek ist der modische Bruder: höher, auffälliger. Er bietet zusätzlich mehr Bodenfreiheit (20 cm statt 14 cm). Vorteil: mehr Geländetauglichkeit. Impreza dagegen bleibt die klassische Kompakt-Alternative.