Die Woche wird heiß, heiß, heiß – und die Sonne knallt überall in Deutschland ordentlich vom Himmel. Inzwischen weiß jedes Kind: Der richtige Sonnenschutz ist an solchen Tagen ganz besonders wichtig, denn die Haut verzeiht nie, erst recht keinen Sonnenbrand. Heute gibt es verschiedene Sonnenschutzprodukte in jeder Drogerie. Doch eine Frage stellen sich bei der Anwendung viele: Was passiert eigentlich, wenn man beispielsweise Cremes mit Lichtschutzfaktor 30 und 50 übereinander schmiert? Erhält man dann Lichtschutzfaktor 80? Wir klären auf!
Drei wichtige Fakten über Sonnencreme und Sonnenschutz
Auf den ersten Blick hört sich diese Frage vielleicht albern an – doch sie gehört zu der Kategorie Alltagsrätsel, über die man ins Grübeln kommt, wenn man einmal angefangen hat, darüber nachzudenken. Was passiert, wenn man zwei Sonnencremes mit unterschiedlichem Lichtschutzfaktor übereinander aufträgt? Addieren sich die verschiedenen Lichtschutzfaktoren? Oder muss man die Differenz bilden? Oder gilt am Ende nur einer der beiden – und wenn ja, welcher?
Was bedeutet der Lichtschutzfaktor bei Sonnencreme?
Bevor wir uns der Frage widmen, beantworten wir eine ganz andere: Was ist eigentlich der Lichtschutzfaktor bei Sonnencremes und was drückt er aus? Der Lichtschutzfaktor (LSF) auf Sonnencremes gibt an, wie gut die Haut vor schädlicher UV‑Strahlung geschützt wird. Er verlängert die Eigenschutzzeit der Haut. Der Begriff „Faktor“ kommt dabei nicht von ungefähr – denn hier wird multipliziert.

Ein Beispiel: Wird die Haut ohne Schutz nach etwa 10 Minuten rot und bekommt einen Sonnenbrand, kann man sich mit LSF 30 theoretisch rund 300 Minuten in der Sonne aufhalten. Doch Vorsicht: Dieser Wert gilt nur unter idealen Bedingungen. Schweiß, Wasser und eine zu geringe Menge an Creme verkürzen den Schutz erheblich.
Deshalb sollte großzügig aufgetragen und regelmäßig nachgecremt werden. Wichtig ist auch: Kein Sonnenschutz blockiert die Strahlen vollständig – selbst bei LSF 50 dringt noch ein kleiner Teil durch. Ein hoher LSF ist also sinnvoll, ersetzt aber keine Vorsicht im Umgang mit starker Sonne.
Bringt Nachcremen mit Sonnencreme wirklich etwas?
Wichtig ist auch: Man kann die Zeit, die man mit dem Lichtschutzfaktor rein rechnerisch erreicht, nicht durch Nachcremen verlängern. Das bedeutet: Bei einer Schutzzeit von 300 Minuten kann man diese zwar durch regelmäßiges Nachschmieren erreichen, wenn der Schutz durch Baden zwischendurch verloren geht.
Aber: Die grundsätzliche Schutzzeit kann nicht verlängert werden. Wenn die Zeit erreicht ist, hilft nur noch eines: Raus aus der Sonne – und ab in den Schatten!

Kann man mehrere Lichtschutzfaktoren kombinieren?
Bleibt eine Frage offen: Kann man verschiedene Lichtschutzfaktoren miteinander kombinieren – und die Zeit auf beispielsweise 800 Minuten ausdenken, wenn man beispielsweise Lichtschutzfaktor 50 und 30 miteinander kombiniert und übereinander aufträgt? Nein, das funktioniert leider nicht! Wenn man mehrere Sonnencremes anwendet, dann gilt am Ende der höhere Lichtschutzfaktor.


