Was für ein Unterschied: Ohne Sonnencreme sieht die Haut nach dem Sonnenbad aus, wie rund um den Schriftzug, der mit schützender Creme auf die Schulter geschrieben wurde. imago/Science Photo Library

Sommer, Palmen, Sonnenschein, was kann schöner sein? Und auch wenn wir in Deutschland eher selten die Palmen aus der Songzeile des Liedklassikers von „Die Ärzte“ finden, zumindest Sommer und Sonnenschein sind in absoluter Sichtweite. Dumm nur, dass damit auch der erste Sonnenbrand im Jahr für die meisten Menschen nicht weit weg ist. Der KURIER gibt Tipps, wie Sie ihn am besten vermeiden und was Sie tun sollten, wenn aller Schutz nichts geholfen hat und sie trotzdem aussehen wir ein Krebs.

Schützt Kleidung vor Sonnenbrand?

Das kommt auf das Kleidungsstück und dessen Material an. Der Lichtschutzfaktor einer dunkelblauen Jeans liegt bei ungefähr 500, während ein dünnes weißes Baumwolle-T-Shirt nur auf 10 kommt, erklärt der Dermatologe Sebastian Singer in der Zeitschrift „Apotheken Umschau“.

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Wem genaue UV-Schutzwerte wichtig sind, der sollte auf UV-Schutzkleidung zurückgreifen. Aber Achtung: Deren textiler Lichtschutzfaktor reduziert sich mit jedem Waschgang. Auch wichtig zu wissen: Nasse Klamotten bieten im Vergleich einen geringeren Schutz – das gilt auch bei UV-Shirts.

Wie lange ist Sonnencreme haltbar?

Hautarzt Professor Eckhard Breitbart rät, Sonnencreme aus dem letzten Jahr in jedem Fall zu entsorgen. Denn Sauerstoff führe zu Oxidation und dieser Vorgang führe dazu, dass sich die Inhaltsstoffe verändern und damit die Schutzfunktion nicht mehr korrekt aufrechterhalten könne, erklärt der Experte der Deutschen Krebshilfe. Dazu kommt: „Stoffe, die dabei entstehen können, könnten durchaus krebserregend sein“, sagt Breitbart.

Wie lange man eine Sonnencreme nach dem Öffnen maximal nutzen sollte, steht auf der Tube oder der Dose: Das entsprechende Symbol ist eine geöffnete runde Dose, in der zum Beispiel die Angabe „12 M“ steht. Das bedeutet: zwölf Monate. Danach sollte man sie entsorgen.

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Ups! Da war wohl jemand zu lange ungeschützt in der Sonne. Wer nach dem Sonnenbad so aussieht, dem helfen feuchtkalte Umschläge mit Essigwasser oder Kamillentee. imago/Science Photo Library

Worauf sollte man bei Sonnenbrillen achten?

Sonnenbrillen mit seitlichem Schutz, also gewölbten Gläsern oder breiten Bügeln, schützen am besten. Sie sollten außerdem auf die Zeichen „UV 400“, „100 Prozent UV-Schutz“ oder „CE“ achten.

Wolken schützen vor Sonnenbrand – oder doch nicht?

Wolken sind laut Deutscher Krebshilfe kein zuverlässige Schutz gegen UV-Strahlen. Sie verringern die Intensivität maximal um 10 bis 50 Prozent. Dazu kommt: Es gibt verschiedene Wolkenarten und die wirken auch unterschiedlich. Während Gewitterwolken sie stark abschwächten, könnten andere Wolkenarten und -kombinationen sie durch Streuungseffekte sogar verstärken.

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Was kann ich tun, wenn ich doch einen Sonnenbrand bekommen habe?

Am sichersten ist natürlich die Vorbeugung. Wer sich dennoch einen Sonnenbrand holt, dem helfen feuchtkalte Umschläge mit Essigwasser, Kamillentee sowie Quark- und Joghurtkompressen. Bei schweren Sonnenbränden mit Blasen und Fieber sollte der Arzt aufgesucht werden.