Ein kleiner roter Aufkleber auf der Windschutzscheibe kann für Autofahrer schnell zum teuren Problem werden. Wer den sogenannten „Roten Punkt“ entdeckt, sollte nicht lange zögern. Im schlimmsten Fall drohen nämlich Kosten von bis zu 100.000 Euro.
Roter Punkt am Auto: Diese Frist sollten Sie ernst nehmen
Fahrzeuge, die nicht mehr zugelassen sind oder nicht mehr fahren können, dürfen nicht einfach auf öffentlichen Straßen stehen bleiben. Wird so ein Auto entdeckt, greift die Polizei ein und kennzeichnet es mit dem roten Sticker. Damit ist klar: Der Besitzer muss handeln und zwar innerhalb einer festgelegten Frist.
Wer das ignoriert, riskiert, dass das Fahrzeug abgeschleppt wird. Anschließend melden sich die Behörden beim Halter. Doch die Rückgabe des Autos ist dann längst nicht mehr kostenlos. Es fallen mehrere Gebühren an, etwa für die Bearbeitung, das Abschleppen und die Lagerung.
Entdecken sie einen roten Aufkleber, sollten Sie den genau lesen. Darauf steht eine Frist, innerhalb der Sie Ihr Fahrzeug entfernen müssen. Wichtig ist, das Auto entweder selbst wegzufahren (falls noch möglich) oder abschleppen zu lassen.
Parallel kann es sinnvoll sein, Kontakt mit dem zuständigen Ordnungsamt aufzunehmen, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Frist ist nicht bundesweit einheitlich, liegt aber meist zwischen wenigen Tagen und etwa zwei Wochen. Entscheidend ist die Angabe direkt auf dem Aufkleber.

Wird das Fahrzeug gar nicht abgeholt, kann es sogar verkauft oder verschrottet werden. Und auch dann ist die Sache nicht erledigt: Reicht der Erlös nicht aus, um die Kosten zu decken, bleibt der Halter auf dem Restbetrag sitzen.
Bis zu 100.000 Euro: Wenn der „Rote Punkt“ richtig teuer wird
Besonders teuer kann es werden, wenn der Verstoß als schwerwiegend eingestuft wird. Schon das Abstellen eines Fahrzeugs ohne Kennzeichen kann mehrere tausend Euro kosten. In Extremfällen, etwa wenn ein Fahrzeug als Müll gilt, sind sogar Bußgelder im sechsstelligen Bereich möglich.



