Es gibt Butter. Es gibt Kräuterbutter. Und dann gibt es diese Bärlauch-Butter, luftig aufgeschlagen!
Wenn der Frühling in vollem Gange ist und sich der Duft von frischem Bärlauch in der Luft breitmacht, ist es Zeit für eine ganz besondere Zutat in deiner Küche: weichgeschlagene Bärlauch-Butter! Ob zum frisch gebackenen Brot, zu Kartoffeln aus dem Ofen oder auf dem Grillgemüse vom Sonntagsbrunch – sie macht jede Mahlzeit ein Stückchen besonderer.
- 250 g hochwertige Süßrahmbutter, zimmerwarm
- 1 guter Bund frischer Bärlauch, ca. 60–80 g
- 1 TL Zitronensaft + etwas Abrieb
- 1 TL feines Meersalz
- Frisch gemahlener weißer Pfeffer
- Wenn Sie mögen, kann ein Hauch Honig oder Ahornsirup für eine feine Süße sorgen
- Je nach Geschmack kann ein kleiner Schuss mildes Olivenöl dazu getan werden
Ein kleiner Hinweis zur Bärlauch-Ernte
Wenn Sie Bärlauch selbst pflücken möchten, achten Sie bitte darauf, ihn nicht mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen zu verwechseln – beide sehen ihm zum Verwechseln ähnlich, sind aber giftig. Ein sicheres Erkennungsmerkmal: Zerreibt man ein Blatt zwischen den Fingern, verströmt echter Bärlauch einen deutlichen, knoblauchartigen Duft. Pflücken Sie möglichst nur einzelne Blätter pro Pflanze und lassen Sie immer genügend stehen, damit die Pflanze sich erholen und weiterwachsen kann – so bleibt auch im nächsten Jahr genug für alle da.

So bereiten Sie die Bärlauch-Butter zu!
Waschen Sie den Bärlauch sehr gründlich unter kaltem Wasser, tupfen Sie ihn gut trocken und schneiden Sie ihn grob. Geben Sie ihn zusammen mit dem Zitronensaft und etwas Zitronenschale in einen Mixer oder Zerkleinerer und pürieren Sie alles zu einer feinen, intensiv duftenden Paste.
Nehmen Sie die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie schön weich ist. Geben Sie sie in eine große Rührschüssel und schlagen Sie sie mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine für etwa 5 bis 7 Minuten auf höchster Stufe. Die Butter sollte dabei hell, cremig und luftig werden – fast wie geschlagene Sahne.

Rühren Sie nun die Bärlauchpaste unter die geschlagene Butter. Schlagen Sie noch einmal für ein bis zwei Minuten, bis sich alles gut verbunden hat. Würzen Sie mit Salz, Pfeffer und – wenn Sie mögen – einem kleinen Löffel Honig für eine feine, ausbalancierte Note.
Ein kleiner Schuss Olivenöl sorgt für einen zarten Glanz und verstärkt das leuchtende Grün. Wer es besonders sahnig mag, kann zusätzlich einen Löffel Sahne oder Crème fraîche einrühren. So wird die Butter besonders zart.
Füllen Sie die fertige Bärlauch-Butter am besten in ein sauberes Schraubglas oder eine kleine Porzellandose mit Deckel. Im Kühlschrank hält sie sich etwa 7 bis 10 Tage, sofern sie gut verschlossen ist. Falls Sie etwas auf Vorrat machen möchten: Einfach portionsweise einfrieren – so haben Sie auch später im Jahr noch einen Hauch Frühling parat.
Wozu passt die luftige Bärlauch-Butter besonders gut?
Diese frühlingsgrüne Butter ist ein echter Alleskönner und verfeinert mit ihrem feinen, frischen Aroma die einfachsten Gerichte. Am besten schmeckt sie ganz klassisch auf frisch gebackenem Bauernbrot oder Baguette, noch warm aus dem Ofen, mit einer Prise grobem Meersalz – so schlicht und doch so köstlich. Auch Pellkartoffeln mit Quark werden mit einem Klecks Bärlauch-Butter zu einem kleinen Festessen. Wer gerne grillt, kann sie wunderbar zu Fleisch oder Fisch reichen. Zu Ofengemüse wie Möhren, Sellerie, Pastinake oder Hokkaido-Kürbis passt sie ebenfalls hervorragend. Auch ein Teller frischer Pasta profitiert davon...



