Trockene Haut sieht nicht nur rissig, fahl und grau aus, sie juckt auch noch schrecklich! Hier kommen ein paar wertvolle Tipps, wie Sie die Mega-Kälte in Berlin gut überstehen.
Keine wasserbasierten Cremes, besser Baby-Produkte
Berlin und auch der Rest von Deutschland sind bitterkalt. Das macht sich auch in unseren Gesichtern bemerkbar! Sobald sich die Temperatur dem Gefrierpunkt nähert, raten Dermatologen, Cremes mit leichten, wasserbasierten Texturen zu meiden. Das kann die Haut im harten Winter mehr austrocknen als alles andere.
Stattdessen sollten sie zu reichhaltigen Produkten greifen. Für Babies und Kleinkinder gibt es etwa spezielle Wind- und Wettercremes, die die Hautbarriere vor eisigem Wind schützen und das Gesicht schön geschmeidig halten. Diese Cremes können selbstverständlich auch von Erwachsenen benutzt werden.
Rissige Lippen, was tun?
Wer kennt es nicht? Je kälter es draußen wird, desto rissiger werden die Lippen. Hier sind herkömmliche Lippenpflegestifte nicht unbedingt die richtige Antwort, viele sorgen im Gegenteil bei übermäßiger Verwendung dafür, dass die Austrocknung sich verschlimmert.

Stattdessen sollte man lieber zu klassischer Vaseline greifen. Auch natürliche Öle wie Kokos-, Oliven-, Jojoba- oder Mandelöl nähren und schützen vor Feuchtigkeitsverlust. Honig bietet außerdem eine antibakterielle und heilende Wirkung – pur aufgetragen lindert er Reizungen und begünstigt die Wundheilung.
Nicht zu heiß duschen!
So verlockend es auch sein mag, sich in der kalten Jahreszeit lange unter der heißen Dusche aufzuwärmen: Verzichten Sie darauf, zu oft und zu heiß zu duschen. Zu viel Wasser und Seife entziehen Ihrer Haut Feuchtigkeit und können sogar Juckreiz auslösen. Seifen Sie nur die Bikinizone ein – nicht jedes Mal den ganzen Körper.

Bei sehr trockener Haut reicht es, alle zwei bis drei Tage komplett zu duschen. Auch lange Schaumbäder sind keine gute Idee, denn sie greifen den natürlichen Fettfilm der Haut an. Wenn Sie trotzdem einmal baden möchten, wählen Sie einen rückfettenden, ölhaltigen Badezusatz und achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist.
Trockene Kopfhaut von der Kälte?
Ihr Kopf juckt ganz fürchterlich? Schuld ist vermutlich die Kälte! So werden Sie die trockene Kopfhaut wieder los: Verwenden Sie milde, sulfatfreie Shampoos, die die Kopfhaut nicht zusätzlich austrocknen. Verzichten Sie auf tägliches Haarewaschen – zwei bis drei Mal pro Woche müssen reichen.

Greifen Sie zu Shampoos oder Tonics mit Aloe Vera, Panthenol oder Urea, die Feuchtigkeit spenden. Zusätzlich ein pflegendes Haaröl (zum Beispiel Jojoba-, Argan- oder Kokosöl) sanft in die Kopfhaut einmassieren – am besten vor dem Schlafengehen.
Mehr Luftfeuchtigkeit für den Extra-Glow
Noch ein Tipp, der Ihre Hautpflege ergänzt: Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung. Das geht ganz einfach mit Luftbefeuchtern oder nassen Tüchern auf der Heizung. Darüber freuen sich nicht nur Ihre Atemwege (auch die trocknen von der Heizungsluft aus), sondern auch Ihre Haut!
Die Hände nicht vergessen
Nicht nur Ihr Gesicht, sondern auch der restliche Körper braucht im Winter zusätzliche Pflege. Genau wie die Gesichtshaut kann trockene Luft in Kombination mit falscher Pflege die Haut am ganzen Körper austrocknen. Deshalb: Cremen Sie täglich Ihren gesamten Körper ein, die Hände sogar mehrmals am Tag. Für strapazierte Haut eignen sich Lotionen mit Urea besonders gut.

Ab welchen Temperaturen muss ich meine Wimpern schützen?
Wimpern können theoretisch bei extrem niedrigen Temperaturen gefrieren, aber das passiert nur unter sehr speziellen Bedingungen: ab etwa −20 °C und kälter, vor allem wenn die Wimpern feucht sind (zum Beispiel nach dem Duschen oder bei Schneefall).
Warum? Das Wasser in den Wimpern oder der Mascara kann gefrieren. Trockene Wimpern ohne Feuchtigkeit sind weniger gefährdet. Besondere Vorsicht: Bei starkem Wind und hoher Luftfeuchtigkeit steigt das Risiko.
Diesen Freitag wird ein Schneesturm in Berlin erwartet, bei Temperaturen von bis zu minus zehn Grad. Hier empfiehlt es sich, die Mascara wegzulassen oder eventuell eine Schutzbrille oder Kapuze zu tragen und Wind und Feuchtigkeit fernzuhalten.



