Notfallvorsorge

Diese Dinge sollten Sie bei Stromausfall immer zu Hause haben

Der nächste Blackout kommt bestimmt. Diese Dinge erweisen sich im akuten Krisenfall als nützlich.

Author - Stefanie Hildebrandt
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Blackout in Berlin. Eine Person läuft mit einer Taschenlampe durch die Dunkelheit.
Blackout in Berlin. Eine Person läuft mit einer Taschenlampe durch die Dunkelheit.Imago

Die Blackout-Tage von Berlin – in Steglitz und Zehlendorf sorgen sie in diesem kalten Januar für Chaos und Frust. Vom Run auf Notstromaggregate bis zur Pilgerreise zu Freunden, erfahren die Menschen im Südwesten der Stadt am eigenen Leib, wie abhängig wir alle vom Stoff aus der Steckdose sind. Kochen, Heizen, Licht – alles wird zur Herausforderung, wenn der Strom fehlt.

Doch welche Tipps zur Krisenvorsorge erleichtern das Überleben in einer solchen Notlage? Wir haben Betroffene gefragt, welche Dinge man wirklich im Haus haben sollte, wenn einen der nächste  Stromausfall trifft.

Notfallvorsorge bei Stromausfall und Katastrophen
  • Mindestens einen Eimer Wasser abzwacken. Für die Klospülung bei eingefrorenen Leitungen unverzichtbar. Denn auch die Pumpen laufen ja mit Strom.
  • Für Einfamilienhäuser lohnt sich auf alle Fälle ein Notstromaggregat. Und natürlich der dazu  passende Treibstoff. Bitte auch einen Vorrat an Motorenöl einlagern, bei Dauerbetrieb ist ein Nachkippen bald nötig, sonst stottert es.
  • Damit man nicht erst mal einkaufen fahren muss, sollte man immer einen Trinkwasservorrat für eine Woche im Haus haben. Zehn Liter pro Person, die man am besten in Glasflaschen vorrätig hat. Außerdem sollten H-Milch und Säfte bereit stehen.
  • Auch ein Lebensmittelvorrat, der ohne Kühlung funktioniert, aber auch Lebensmittel, die ohne Erhitzen und Kochen zuzubereiten sind, erleichtern die ersten Tage. Geeignet sind Pumpernickel-Brot, Knäckebrot, zarte Haferflocken, gekochtes Rindfleisch in Dosen, Fischkonserven, Gemüse und Obst im Glas. Wichtig ist, dass ein funktionierender Dosenöffner vorhanden ist. Im wirklich dramatischen Notfall kann man nicht ins nächste Restaurant fahren.
  • Dazu am besten einen Campingkocher mit Brennstoff in Gaskartuschen für mindestens zwölf Brennstunden im Haus haben.
  • Wer etwas mehr investieren kann, kauft ein Solarpanel mit Akku.
  • Gegen die allgegenwärtige Dunkelheit: Große Taschenlampe, oder lieber zwei, mit ausreichender Anzahl an passenden Batterien. Für den Campingbedarf gibt es Solarleuchten, die man auch per Kurbel aufladen kann – nützlich.
  • .Geladene Powerbank fürs Handy.
  • Wärmflasche, statt Körnerkissen – die Mikrowelle funktioniert bei Stromausfall nicht. Das Wasser bekommt man auf dem Gaskocher oder Grill (Grillkohle !) draußen heiß.
  • Kerzen oder Teelichter, Streichhölzer, auch gern wasserfeste,  Toilettenpapier, Hygieneartikel, Pflaster, zwei Rollen Mülltüten (30 Liter).
  • In einem warmen Schlafsack lassen sich auch kalte Nächte überstehen.
  • Bargeld, nicht nur in großen Scheinen sondern auch Münzen.
  • Kurbelradio zum Empfang von Informationen anschaffen, denn wenn es zu einem großflächigen Blackout kommt, ist der Empfang nur über Antenne möglich. Telefon und Handynetz fallen bei einem großflächigen Blackout nach rund vier Stunden aus. Ohne Internet gibt es auch keinen Zugriff auf soziale Netzwerke.
  • Kühlschränke und Kühltruhen zulassen. Ab dem dritten Tag alle Lebensmittel ausräumen, verbrauchen oder entsorgen.
  • Jeder kümmert sich um sich und seine Familie. Nachbarn helfen Nachbarn. Der Staat kann sich im Falle eines umfassenden Blackouts nicht um jede individuelle Sorge kümmern. Auch im aktuellen Fall kommen viele Betroffene bei Verwandten und Freunden unter.
  • Bei Bedarf den nächsten „Katastrophen-Leuchtturm“, also den nächsten Informations- und Versorgungspunkt, aufsuchen. Da ohne Strom auch keine Notrufe 112 oder 110 abgesetzt werden können, gibt es bei diesen Versorgungspunkten Hilfe im Notfall. Also etwa Strom zum Laden von Akkus, Getränke und natürlich auch Informationen. Am besten schon jetzt informieren, wo sich der nächste Versorgungspunkt im Katastrophenfall befindet. Unter dieser Adresse können Sie die Anlaufstellen in den Berliner Bezirken einsehen. Am besten Sie hängen sich einen Zettel an den Kühlschrank.

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