Im Supermarkt sieht das Basilikum-Töpfchen beim Einkauf so verlockend aus mit sattgrünen Blättern, frischem Duft und der perfekten Optik. Doch die Freude hält oft nicht lange. Schon nach wenigen Tagen hängen die ersten Blätter traurig herunter, das kräftige Grün verblasst und am Ende fallen die Blätter komplett herunter. Warum macht Basilikum aus dem Supermarkt so schnell schlapp? Mit ein paar Tricks können Sie die Pflanze viel länger frisch halten.
Zu viele Pflanzen im Basilikum-Topf
Der häufigste Grund für das schnelle Basilikum-Sterben steckt bereits in der Produktion. In den kleinen Verkaufstöpfen sind meist viel zu viele Pflanzen auf zu engem Raum. Es fehlt an Platz zum Wachsen und die Wurzeln konkurrieren auf engstem Raum um Wasser und Nährstoffe. Denn die Erde reicht nur für kurze Zeit aus, die vorhandenen Nährstoffe sind rasch verbraucht. Daher schwächeln die Pflanzen schon kurz nach dem Kauf.

Die Rettung ist überraschend einfach. Wer sein Basilikum länger behalten möchte, sollte die Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen und den Wurzelballen in vier kleinere Teile aufteilen. Anschließend werden die einzelnen Pflanzenbüschel in separate Töpfe gesetzt und mit frischer Blumen- oder Kräutererde aufgefüllt.
Neben ausreichend Platz spielt der richtige Standort eine entscheidende Rolle. Basilikum liebt Sonne und Wärme. Ideal sind deshalb eine helle Fensterbank oder ein geschützter Platz auf dem Balkon.
Wichtige Regel beim Gießen
Wer die Kräuter in der Wohnung hält, sollte die Töpfe regelmäßig drehen. So wachsen die Pflanzen nicht einseitig dem Licht entgegen, sondern entwickeln sich gleichmäßig und buschig.
Auch beim Gießen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Basilikum benötigt viel Wasser und sollte vor allem an warmen Tagen regelmäßig, oft sogar täglich, gegossen werden. Allerdings verträgt das Kraut keine Staunässe. Die Erde sollte stets feucht, aber niemals dauerhaft nass sein.

So ernten Sie die Blätter richtig
Ein weiterer Fehler passiert häufig erst in der Küche. Viele zupfen einzelne Blätter nach Bedarf von der Pflanze wahllos ab. Genau das schwächt das Basilikum jedoch. Besser ist es, die oberen Triebspitzen abzuschneiden bis kurz über die nächsten Blattachseln. Dadurch bildet die Pflanze neue Seitentriebe und wächst dichter nach.
So bleibt das Aroma von Basilikum erhalten
Wer besonders viel Basilikum geerntet hat, möchte die Blätter oft für später aufbewahren. Einfaches Einfrieren ist für die empfindlichen Blättchen allerdings keine gute Lösung. Darauf weist das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hin.
Das Aroma bleibt deutlich besser erhalten, wenn das Kraut geschnitten und leicht mit Wasser benetzt eingefroren wird. Ebenfalls geeignet: püriertes Basilikum mit Olivenöl oder fertig zubereitetes Pesto mit Parmesan, Knoblauch und Pinienkernen in Eiswürfelbehältern. Die Kräuterwürfel lassen sich später portionsweise verwenden, etwa als Soße für Pasta-Gerichte oder als Dressing für Salate.


