Zwei Mitglieder der Nationalgarde sind in der US-Hauptstadt Washington von Schüssen getroffen worden. Das teilte US-Heimatschutzministerin Kristi Noem auf der Plattform X mit. US-Präsident Donald Trump schrieb wenig später auf Truth Social, dass die Opfer im Krankenhaus und in einem kritischen Zustand seien. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich Medienberichten zufolge um einen Afghanen, einen ehemaligen Mitarbeiter des US-Militärs in Afghanistan.
Schütze schwer verletzt
Der Verdächtige habe mit dem US-Auslandsgeheimdienst CIA und weiteren Regierungsstellen zusammengearbeitet, bevor er im September 2021 in die USA evakuiert worden sei, berichtete der Sender Fox News unter Berufung auf CIA-Chef John Ratcliffe.
Am Mittwoch hatte ein Bewaffneter im Zentrum der US-Hauptstadt zwei Nationalgardisten durch Schüsse schwer verletzt. Die beiden Soldaten der Nationalgarde befanden sich laut der Bundespolizei FBI in einem „kritischen Zustand“.
Der mutmaßliche Schütze, den Trump als „Tier“ bezeichnete, sei ebenfalls schwer verletzt, erklärte Trump. Er werde „einen hohen Preis zahlen müssen“. Trump verurteilte den Angriff als „Akt des Terrors“.
Der Tathergang: Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) fielen mitten in der Innenstadt von Washington in der Nähe des Weißen Hauses bei der U-Bahnhaltestelle Farragut West Schüsse. Der Schütze feuerte den Behörden zufolge direkt auf die beiden Nationalgardisten. Andere Soldaten hätten die Schüsse gehört, eingegriffen und den Verdächtigen überwältigt, nachdem dieser zu Boden gegangen sei.
Seit dem Sommer sind mehr als 2000 Nationalgardisten in Washington unterwegs. Trump hatte sie im August in die Hauptstadt beordert und dies mit einer angeblich ausufernden Kriminalität begründet. Pentagon-Chef Pete Hegeseth erklärte nach dem Angriff, Trump habe ihn beauftragt, 500 weitere Nationalgardisten nach Washington zu entsenden.


