Eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox sorgt für Aufsehen. Demnach erhalten Männer mit den Vornamen Justin und Leon in zwei von drei Fällen keinen Kredit, wenn sie bei Banken anfragen. Bei Frauen sieht es für Leonie, Celine und Lea ähnlich düster aus. Und welche Vornamen haben’s leichter?
Zwei Drittel gehen leer aus
Die Zahlen sind deutlich: 67 Prozent der Kreditanfragen von Männern namens Justin oder Leon bleiben ohne Bankangebot. Bei den Frauen landen Anfragen von Leonie, Celine und Lea in 66 Prozent der Fälle im Abseits.
Auf der Gewinnerseite stehen dagegen Ralf/Ralph, bei dem nur 32 Prozent seiner Anfragen abgelehnt werden, und Katja, bei der 56 Prozent ihrer Anfragen mindestens ein Finanzierungsangebot bekommen. Grundlage der Auswertung sind mehr als eine Million Ratenkreditanfragen, die Verivox im April 2026 analysiert hat.

Banken sortieren nicht nach Vornamen – sondern nach finanziellen Kriterien. Das betont Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH: „Banken treffen die Entscheidung, ob sie Kreditinteressierten ein Finanzierungsangebot unterbreiten, anhand ihrer internen Bonitätskriterien. Zu den wichtigsten Merkmalen zählen dabei die Sicherheit und die Höhe des monatlichen Einkommens.“ Dazu kommen weitere Faktoren wie Immobilienbesitz, Kinderzahl oder die Art des Arbeitsvertrags.
Der wahre Grund: Das Alter
Warum also schneiden Justin, Leon & Co. so schlecht ab? Die Erklärung liegt in der Altersstruktur der Namen. Vornamen unterliegen Moden – und viele der Namen mit hohen Ablehnungsquoten gehören zu sehr jungen Jahrgängen. „Junge Menschen arbeiten häufiger in befristeten Beschäftigungsverhältnissen und verdienen im Schnitt weniger als ältere Erwerbstätige“, erklärt Maier. Das schmälert die Kreditwürdigkeit – egal, wie der Name lautet.


