Der Comer See im Norden von Italien gehört zu den schönsten Gewässern Europas. Eingebettet zwischen Bergen bietet er eine einzigartige Mischung aus Natur, Kultur und italienischem Lebensgefühl. Und das nur rund eine Stunde von Mailand entfernt. Aber nun müssen Urlauber aufpassen.
Comer See: Urlaubsort geht gegen Touristenlärm und Fehlverhalten vor
Beliebte Touristenorte sind oft überlaufen. Das gilt auch für Varenna, Bellagio oder Menaggio am Comer See. Dort verhalten sich Besucher nicht immer vorbildlich, was bei vielen Anwohnern für Unmut sorgt. Jetzt greift die Stadt Varenna laut comozero.it durch, um „das Ansehen der Perle des Comer Sees zu wahren“, wie es heißt.
Maßnahme 1: Im gesamten Ort ist es nun verboten, mit nacktem Oberkörper oder in Badekleidung, etwa im Bikini, unterwegs zu sein. Ausnahmen gelten an Stränden, Stegen und Anlegestellen. Wer jedoch in der Innenstadt entsprechend gekleidet angetroffen wird, muss mit einem Bußgeld zwischen 50 und 200 Euro rechnen.

Maßnahme 2: Organisierte Reisegruppen dürfen künftig nur noch aus maximal 25 Personen bestehen. Reiseleitern ist es zudem strengstens untersagt, Lautsprecher zu benutzen, um die Lärmbelastung für die Anwohner zu reduzieren. Darüber hinaus müssen sich Gruppen auf Gehwegen so bewegen, dass andere Passanten nicht behindert werden. An fünf besonders sensiblen Orten dürfen sich Reisegruppen künftig gar nicht mehr aufhalten.
Es drohen Bußgelder zwischen 100 und 400 Euro
Bei Verstößen drohen Bußgelder zwischen 100 und 400 Euro. Reiseleiter müssen darüber hinaus mit einem Tätigkeitsverbot auf dem Gebiet der Gemeinde Varenna rechnen. Dieses kann für einen Zeitraum von drei bis zwölf Monaten ausgesprochen werden.

Bürgermeister Mauro Manzoni erklärt: „Die Begrenzung der Gruppengröße und das Verbot von Lautsprechern helfen dabei, die Ruhe und Stille zu bewahren, die Varenna so besonders machen.“




