Eine schlimme Zeit bricht an

Mord an Fabian aus Güstrow: Seine Mama Dorina hat jetzt große Angst

Bald soll der Prozess im Fall Fabian aus Güstrow starten. Auch Fabians Mama Dorian L. steht deshalb nun wieder eine schreckliche Zeit bevor.

Author - Florian Thalmann
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Die Trauer um Fabian ist groß - für seine Angehörigen dürfte mit dem Prozessbeginn am 28. April nun auch eine besonders schwere Zeit beginnen.
Die Trauer um Fabian ist groß - für seine Angehörigen dürfte mit dem Prozessbeginn am 28. April nun auch eine besonders schwere Zeit beginnen.Jens Büttner/dpa, Polizei

Im Fall des ermordeten Fabian aus Güstrow bricht ein neues, spannendes Kapitel an: Monate nach dem Verschwinden des Jungen und dem Fund seiner Leiche beginnt am 28. April der Prozess gegen die Hauptverdächtige Gina H. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass sie den Jungen am 10. Oktober mit mindestens sechs Messerstichen tötete und seine Leiche dann an einem Tümpel bei Klein Upahl verbrannte. Für die 30-Jährige gilt die Unschuldsvermutung. Mit dem Start des Prozesses bricht auch für Fabians Mama Dorina L. eine schreckliche Zeit an.

Prozess im Fall Fabian startet am 28. April 2026

Es dürfte der Prozess des Jahres werden: Im Fall des ermordeten Fabian aus Güstrow soll am 28. April die Hauptverhandlung beginnen. Das teilte das zuständige Landgericht Rostock erst vor Tagen mit. Insgesamt 17 Verhandlungstermine sind angesetzt, die Anklage listete bisher 64 Zeugen auf. Wie viele sich in dem Verfahren äußern, ist aktuell noch unklar. Das Gericht rechnet mit hohem Andrang: Schon im Vorfeld wurde bekannt, dass beispielsweise die Plätze für Pressevertreter im Saal verlost werden sollen.

Der ganze Wirbel, der durch den Prozess nun entstehen wird: Für die Angehörigen von Fabian wühlt er den ganzen Fall noch einmal neu auf. Schon lange ist bekannt, dass Dorina L., die Mutter des getöteten Jungen, als Nebenklägerin auftreten will. Doch laut einem Bericht von RTL ist der Prozess für sie nun sehr aufwühlend.

Beim Prozessauftakt wolle sie dabei sein, außerdem beim Urteil – und am 30. April soll sie laut eigener Aussage selbst vor Gericht aussagen. Ob sie auch dazwischen im Gerichtssaal sein wird, wird sich erst ab Ende April zeigen.

Laut Berichten fehlt die Tatwaffe im Fall Fabian aus Güstrow noch immer. Die Staatsanwaltschaft ist sicher, dass es sich um ein Messer handelt, doch gefunden wurde es auch nach mehreren Durchsuchungen nicht.
Laut Berichten fehlt die Tatwaffe im Fall Fabian aus Güstrow noch immer. Die Staatsanwaltschaft ist sicher, dass es sich um ein Messer handelt, doch gefunden wurde es auch nach mehreren Durchsuchungen nicht.Bernd Wüstneck/dpa

„Dorina ist im Moment wirklich extrem nervös“, sagte Raffaela J., eine enge Freundin von Fabians Mutter, im Interview mit RTL. „Sie schläft kaum noch. Sie ist emotional wirklich sehr, sehr belastet.“

Vor allem vor dem Tag ihrer Aussage vor Gericht habe sie große Angst, sagt Raffaela J. Die Freunde wollen die Mutter deshalb zu jedem Prozesstag begleiten. Sie wollen versuchen, so gut wie möglich für sie da zu sein und Dorina L. den Rücken zu stärken. „Wir lassen sie damit natürlich nicht alleine.“

17 Prozesstage sind im Fall Fabian aus Güstrow angesetzt

An bisher 17 Tagen sind Verhandlungen in dem Fall angesetzt. „ Der Angeklagten wird mit der nunmehr zugelassenen Anklage der Staatsanwaltschaft Rostock vorgeworfen, am 10.10.2025 heimtückisch und aus sonst niedrigen Beweggründen den zur Tatzeit 8-jährigen Fabian aus Güstrow getötet zu haben“, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts. Nach dem Prozessauftakt am 28. April wird am 30. April verhandelt, anschließend folgen fünf Verhandlungstermine im Mai, acht im Juni und zwei weitere im Juli.

Für die tatverdächtige Frau, die seit dem 7. November in Untersuchungshaft sitzt, gilt bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Für die tatverdächtige Frau, die seit dem 7. November in Untersuchungshaft sitzt, gilt bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung.Philip Dulian/dpa

Fall Fabian aus Güstrow: Das glauben die Behörden

Die Behörden gehen aktuell davon aus, dass die Hauptverdächtige Gina H. den acht Jahre alten Fabian am 10. Oktober 2025 unter einem Vorwand aus dem Haus seiner Mutter lockte und mit ihm auf ein Feld in der Nähe von Klein Upahl fuhr.

Dort soll sie mit ihm zu einem Tümpel gegangen sein und ihn mit mindestens sechs Messerstichen im Bereich des Oberkörpers getötet haben. Anschließend, so die Staatsanwaltschaft weiter, habe sie die Leiche mit Brandbeschleuniger angezündet – vermutlich, um Spuren zu verwischen. Bei der Verdächtigen handelt es sich laut Medienberichten um die Ex-Freundin von Fabians Vater. Über das Motiv ist bisher nichts bekannt.

Haben Sie den Fall Fabian aus Güstrow verfolgt? Schicken Sie uns Ihre Nachricht per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns über Ihre Zuschriften!