Zwei Männer haben bei der Ostereiersuche im Garten in Vaihingen an der Enz nordwestlich von Stuttgart ein Fläschchen mit der Aufschrift „Polonium 210“ gefunden. Der Fund löste im Kreis Ludwigsburg sofort einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei aus.
Polonium 210 ist ein potenziell tödliches Strahlengift
„Polonium 210“ sei ein potenziell tödliches Strahlengift, teilte Kreisbrandmeister Andy Dorroch mit. Zunächst seien allerdings alle Messungen im Umfeld des Fläschchens negativ gewesen.
Unklar, wer für den Abtransport zuständig ist
Es sei keine Radioaktivität gemessen worden, die Männer seien unverletzt. Ob sich in dem 50 Milliliter großen Fläschchen tatsächlich der gefährliche radioaktive Stoff befindet, sei allerdings noch unklar. Die Feuerwehr werde das Fläschchen fachgerecht verpacken.
Unklar war zunächst, wer für den Abtransport zuständig war. Die Polizei wollte sich zunächst nicht äußern.
41 Fahrzeuge sind bei dem Einsatz vor Ort
Der Fund führte zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit 138 Einsatzkräften und 41 Fahrzeugen vor Ort – darunter ein Strahlenschutzzug und Gefahrgutzug sowie eine Fachberaterin Strahlenschutz, die beruflich im Kernkraftwerk arbeitet, wie der Kreisbrandmeister sagte.
Der Bereich um den Fundort war den Angaben zufolge weiträumig abgesperrt worden. Nach dem Abtransport des Fläschchens wurde der Bereich wieder freigegeben. Es blieb zunächst unklar, wohin das Umweltministerium das Fläschchen brachte und wann es dort untersucht werden sollte.
Putin-Kritiker stirbt 2006 nach Polonium-210-Anschlag
Polonium ist ein chemisches Element mit hoher Radiotoxizität und deshalb sehr gesundheitsschädlich. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist der Stoff vor allem dann gefährlich, wenn er eingeatmet oder aufgrund offener Wunden über die Haut aufgenommen wird.
Der Putin-Kritiker und frühere Geheimdienstoffizier Alexander Litwinenko starb 2006 in London nach einem Anschlag mit Polonium 210.


