Wie werden Menschen auf interessante Reiseziele aufmerksam? Reiseportale sind dabei ein naheliegender Weg. Hinzu kommen Empfehlungen von Freunden oder Reportagen in den Medien. Gerade ältere Urlauber greifen zudem noch gerne auf Reisebüros und Kataloge zurück. Doch diese Traditionen werden zunehmend aufgebrochen.
Social Media wird zum Reiseplaner der Gen Z
Für die Generation Z beginnt die Suche nach dem nächsten Reiseziel dort, wo sie ohnehin täglich unterwegs ist: in den sozialen Netzwerken. 45,8 Prozent der von 1995 bis 2012 Geborenen holen sich laut einer Studie des Reiseveranstalters Tui auf Social Media Anregungen für neue Reiseziele.
Dazu passt ein weiterer Befund: 40,3 Prozent suchen bewusst nach Erlebnissen, von denen sie später erzählen können – in welcher Form auch immer.
Für 34,8 Prozent dienen Plattformen wie Instagram oder TikTok sogar als konkretes Planungstool. Dort stellen sie Routen zusammen, entdecken interessante Orte und suchen gezielt nach den besten Fotospots.

Reiseziele werden nicht mehr nur besucht, sondern auch fotografiert und gefilmt, um die Erlebnisse mit der eigenen Community zu teilen. Empfehlungen für Strände, Restaurants oder Aussichtspunkte werden dabei immer häufiger direkt im Feed gefunden – statt in klassischen Reiseführern. So übernehmen soziale Netzwerke für viele junge Menschen inzwischen teilweise die Funktion eines Reisebüros.
KI und Bewertungen prägen die Reiseplanung der Gen Z
Doch nicht nur Social Media spielt bei der Reiseplanung eine wichtige Rolle. Auch Künstliche Intelligenz gewinnt zunehmend an Bedeutung. So nutzen 35,3 Prozent der Angehörigen der Generation Z KI-Helfer wie ChatGPT gezielt für die Reiseplanung, von der ersten Ideensammlung bis hin zum Preisvergleich. Damit setzt diese Altersgruppe deutlich häufiger auf KI als der Durchschnitt aller Reisenden.




