Das Problem haben viele

Schlager-Star macht Geständnis: Rente reicht vorne und hinten nicht

Schlager-Sängerin Monika Martin (64) spricht offen über ihre finanzielle Lage: Trotz langer Karriere reicht ihre Rente nicht zum Leben.

Author - Florian Thalmann
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Monika Martin bei einem Auftritt in der Fernsehsendung Immer wieder Sonntags. Die 64-Jährige ist heute offiziell in Rente, doch zum Leben reicht ihr Altersgeld nicht.
Monika Martin bei einem Auftritt in der Fernsehsendung Immer wieder Sonntags. Die 64-Jährige ist heute offiziell in Rente, doch zum Leben reicht ihr Altersgeld nicht.STAR-MEDIA/imago

Viele Rentnerinnen und Rentner in Deutschland müssen jeden Euro zweimal umdrehen, weil die kleine Rente einfach nicht zum Leben reicht. Doch nicht nur der Normal-Rentner ist davon betroffen. Auch Stars, hinter denen eine lange Karriere im Rampenlicht liegt, haben mit den Altersbezügen massive Probleme, weil das Geld einfach nicht reicht. Jetzt packt die nächste Schlagersängerin über die Not mit der Rente aus: Monika Martin aus Österreich gibt in einem Interview offen zu, dass das Geld, das sie im Alter bekommt, nicht ausreichend für ihr Leben ist.

Monika Martin: Wenig Rente trotz Schlager-Karriere

Monika Martin zählt zu den erfolgreichsten Schlagersängerinnen im deutschsprachigen Raum. Ihre Karriere begann die gebürtige Österreicherin schon in den 1990er-Jahren, nachdem sie zuvor als Fotomodell gearbeitet hatte. Ihr Durchbruch gelang mit Titeln wie „La Luna Blu“ und „Klinge mein Lied“, die sich in den Charts etablierten.

In den folgenden Jahren veröffentlichte sie zahlreiche erfolgreiche Alben und wurde mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet. Und auch heute ist sie noch eine feste Größe im Schlager. In der Rente schlägt sich das bei der 64-Jährigen aber nicht nieder.

Nach 30 Jahren auf der Bühne ist sie in Rente, weil das Renteneintrittsalter für Frauen in ihrer Heimat Österreich bei 60 Jahren liegt. Doch das Geld reicht nicht. „Ja, ich bekomme Rente. Aber das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagte Monika Martin jetzt. „Ich könnte damit nicht meine Fixkosten decken, weil ich von meiner Mama einiges geerbt habe.“ Sie meint damit auch ihr Elternhaus.

Monika Martin trat im Jahr 2025 bei Immer wieder Sonntags mit Stefan Mross auf. Sie steht noch immer gern auf der Bühne, obwohl sie offiziell in Rente ist.
Monika Martin trat im Jahr 2025 bei Immer wieder Sonntags mit Stefan Mross auf. Sie steht noch immer gern auf der Bühne, obwohl sie offiziell in Rente ist.Ervin Monn/imago

Von ihrer Pension könne sie nicht leben, sagt Monika Martin. „Ich brauche nicht viel: Essen, Trinken, ein Dach über den Kopf und das, was ich für meine Straßenkatzen benötige. Das Elternhaus, das sie nach dem Tod ihrer Mutter übernahm, sei unverändert.

„Dort hängt noch das Hemd meiner Mama über dem Heizkörper, das sie aufhing, bevor sie ins Krankenhaus ging“, sagt sie. „Im Winter heize ich es durch, ich gieße dort die Blumen und spreche dort mit meiner Mama.“ Sie pflege das Haus, in dem sie selbst gar nicht wohnt, wie ein kleines „Mama-Museum“.

Monika Martin will Wohnung ihrer Mutter verkaufen

Von einer anderen Immobilie will sie sich allerdings trennen: Vor dem Tod ihrer Mutter kaufte sie ihr eine Wohnung in Graz. Die soll nun einen neuen Besitzer finden. „Vor der Pandemie habe ich meiner Mama noch eine Wohnung in Graz gekauft, aber die werde ich jetzt verkaufen. Da hänge ich nicht dran, denn da wohnt niemand mehr drin.“

Der Erlös kann sicherlich dabei helfen, einen Engpass bei der Rente zumindest für eine gewisse Zeit zu überbrücken. Und auch die anstehende Tour wird sicherlich etwas Geld in die Kasse spülen: Ab September geht Monika Martin wieder auf Konzert-Reise.

Wotan Wilke Möhring hält die gesetzliche Rente für unzureichend, sagte er in einem Interview.
Wotan Wilke Möhring hält die gesetzliche Rente für unzureichend, sagte er in einem Interview.Hein Hartmann/imago

Mit den Renten-Problemen ist die Schlagersängerin nicht allein. Auch andere Stars äußerten sich bereits dazu, dass bei ihnen die Rente nicht zum Leben reicht oder reichen wird. Der „Tatort“-Star Wotan Wilke Möhring hat in Interviews beispielsweise offen über seine Altersvorsorge gesprochen – und dabei ein erstaunlich deutliches Urteil gefällt. Er die Leistungen der gesetzlichen Rente für unzureichend. „Davon kann man später nicht leben.“ Möhring betont außerdem, dass Prominenz keineswegs finanzielle Sicherheit garantiert: „Nur weil ich bekannt bin, heißt das nicht, dass ich sorgenfrei bin.“

Andrea L’Arronge bekommt nur 500 Euro Rente

Auch die bekannte TV-Schauspielerin Andrea L’Arronge („SOKO Kitzbühel“) spricht besonders drastisch über ihre finanzielle Situation im Alter. Trotz jahrzehntelanger Arbeit in erfolgreichen TV-Produktionen falle ihre Rente sehr niedrig aus. Sie nennt konkrete Zahlen: Ihre gesetzliche Rente liege bei rund 500 Euro monatlich.  Der Grund liegt laut ihrer Analyse im System: Schauspieler seien oft nur während ihrer Drehtage sozialversichert. Dadurch entstünden große Lücken in den Versicherungszeiten. Die Folge sei eine extrem geringe spätere Rente, selbst bei erfolgreichen Karrieren.

Schauspielerin Andrea L’Arronge berichtete bereits in Interviews, dass sie nur eine sehr niedrige Rente bekommt. Von 500 Euro war die Rede.
Schauspielerin Andrea L’Arronge berichtete bereits in Interviews, dass sie nur eine sehr niedrige Rente bekommt. Von 500 Euro war die Rede.Stephan Wallocha/imago

Hannes Jaenicke bekommt mittlere dreistellige Rente

Und auch Hannes Jaenicke hat bereits offen eingeräumt, dass seine zukünftige Rente nicht ausreichen wird. In einem Interview erklärte er nüchtern: „Davon kann ich nicht leben.“  Er bezog sich dabei auf die Höhe seiner zu erwartenden gesetzlichen Rentenzahlung, die nur im mittleren dreistelligen Bereich liegen soll. Bereits früher hatte er angegeben, mit etwa 600 Euro im Monat zu rechnen. Er sei aber auch selbst schuld daran, räumte er ein. „Ich war nie auf dem Arbeitsamt wie andere Kollegen, wenn ich nicht gedreht habe“, sagte der Schauspieler.

Was halten Sie davon, dass auch Stars vor niedrigen Renten nicht sicher sind? Schicken Sie uns Ihre Meinung zum Thema per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!