Deutschland trauert um eine TV-Legende, die vor Jahren unfreiwillig zum Star wurde: Laut Berichten ist „Maschendrahtzaun“-Star Regina Zindler (78) verstorben. Die Frau aus dem Vogtland, die im Jahr 1999 in der TV-Sendung „Richterin Barbara Salesch“ einen Nachbarschaftsstreit um ihren Maschendrahtzaun austrug und damit berühmt wurde, starb jetzt in Zwickau an ihrer Krebserkrankung.
Ehemann machte Krebs von Regina Zindler öffentlich
Laut aktueller Informationen ist Regina Zindler bereits am 5. Mai verstorben. Auch der KURIER hatte über ihre Krebserkrankung berichtet, die ihr Mann öffentlich gemacht hatte. „Meine Frau liegt im Sterben. Sie hat Krebs im Endstadium“, sagte er gegenüber der BILD.
„Meine Frau bekommt bei uns zu Hause täglich Palliativpflege. Ihr bleiben noch vier Wochen, vielleicht acht. Ich werde bis zum Schluss für sie da sein.“ Sie sei zum Schluss stark geschwächt gewesen und habe niemanden mehr sehen wollen.

Regina Zindler aus Auerbach im Vogtland wurde im Jahr 1999 zum Star, eher unfreiwillig: Damals wurden in der beliebten Gerichtssendung „Richterin Barbara Salesch“ noch echte Fälle gezeigt. Zindler war zusammen mit ihrem Nachbarn Gerd Trommer zu Gast.
Ihr Zoff drehte sich um den Knallerbsenstrauch des Hobbygärtners, der angeblich den Maschendrahtzaun von Regina Zindler beschädigte. Die Aussprache der Worte „Maschendrahtzaun“ und „Knallerbsenstrauch“ sorgten nicht nur für Lacher, sondern inspirierten auch TV-Star Stefan Raab zu Witzen in seiner Show „TV Total“.
Raab spielte bei „TV Total“ erst Ausschnitte der Sendung vor – und baute sie dann auch in ein Lied ein. Der Titel „Maschen-Draht-Zaun“, den er zusammen mit der Band „Truck Stop“ produzierte, wurde ein Mega-Hit! Der Song erschien am 12. November 1999 und hielt sich sechs Wochen auf Platz 1 in den deutschen Charts. Der titel blieb damit übrigens auch der einzige Nummer-Eins-Hit, den Stefan Raab als Sänger jemals hervorgebracht hat.
Regina Zindler zog später von Auerbach nach Berlin
Regina Zindler musste ihr Grundstück aufgrund des plötzlichen Ruhms verkaufen, zog nach Berlin-Lichtenberg und lebte hier eine Weile, bevor sie wieder zurück in ihre Heimat ging. Der Maschendrahtzaun wurde später zerteilt und in Einzelteilen versteigert.
Hinter der Aktion steckte ein Radiosender, der die Einnahmen an Amnesty International spendete. Regina Zindler konnte in den letzten Jahren ihres Lebens zwar zur Ruhe kommen, es wurde still um die „Maschendrahtzaun“-Frau aus Sachsen. Eine Legende der Popkultur wird die Sächsin trotzdem immer bleiben.



